Politik

Venstre: Stephanie Lose ist einzige Kandidatin

Venstre: Stephanie Lose ist einzige Kandidatin

Venstre: Stephanie Lose ist einzige Kandidatin

Ritzau/hm
Kopenhagen
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Stephanie Lose will stellvertretende Vorsitzende ihrer Partei Venstre werden. Sie ist die einzige Kandidatin. Foto: Ida Guldbæk Arentsen/Ritzau Scanpix

Nach dem Rücktritt von Inger Støjberg muss die Partei Venstre den vakanten Parteiposten neu besetzen. Stephanie Lose will stellvertretende Vorsitzende werden. Sie ist die einzige Kandidatin.

Wie der Sender „TV2“ berichtet, stellt sich Stephanie Lose zur Wahl der stellvertretenden Vorsitzenden der Partei Venstre. Dem Sender zufolge lief die Frist zur Bekanntmachung der Kandidatur am Sonntag aus. Dies geht aus einer E-Mail der Partei an alle Mitglieder hervor, in deren Besitz „TV2“ ist.

Inger Støjberg, die bislang den Posten innehatte, trat Ende Dezember auf Druck des Vorsitzenden Jakob Ellemann-Jensen zurück, der das Verhältnis zu Støjberg als zerrüttet ansieht.

Lose ist Vorsitzende der Region Süddänemark und des Verbandes Danske Regioner. Sie meldete sich als Kandidatin für den Posten der stellvertretenden Vorsitzenden am 7. Januar – als Erste und als Letzte.

Sie könne dazu beitragen, Venstres Politik und Organisation weiterzuentwickeln, so Lose. „Ich glaube auch, dass es für Venstre richtig gut ist, eine stellvertretende Vorsitzende zu haben, die nicht auf Christiansborg verortet ist.“ Lose will nach eigener Aussage auch bei den Regionsratswahlen im November kandidieren.

Die Politikerin will es dem Venstre-Vorsitzenden und der Parlamentsfraktion überlassen, die politische Linie in den Medien zu zeichnen. In dieser Sache waren Støjberg und Ellemann-Jensen mehrmals aneinandergeraten.

Der Vorsitzende der Partei lobte auf Facebook diese Aussage Loses. Er wünsche ihr schon einmal alles Gute, wenn sie am Sonntag den Posten übernehmen werde, so Ellemann-Jensen.

Am Sonntag soll Lose nun auf einem außerordentlichen Parteitag gewählt werden. Aufgrund der Corona-Krise wird der Parteitag digital abgehalten.

Nachdem Lose ihre Kandidatur bestätigt hatte, zog Ulrik Wilbek (Venstre) seine zurück. Er hatte angekündigt, sich auf keine Kampfabstimmung einzulassen.

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