Studieren im Grenzland

SDU: Studiengänge sind sicher

Sara Wasmund
Sara Wasmund Hauptredaktion
Nordschleswig
Zuletzt aktualisiert um:
Am Standort der SDU in Sonderburg sollen keine Studienplätze wegfallen. Foto: SDU

Der Vorstand der Region Sønderjylland-Schleswig will sich für Erhalt und Stärkung von Studienplätzen im Grenzland einsetzen. Die SDU stellt fest: Von einer Schließung kann keine Rede sein.

Bei der letzten Vorstandssitzung der Region Sønderjylland-Schleswig dieses Jahres diskutierten die Teilnehmer die Zukunft der grenzüberschreitenden Studiengänge. Auf Initiative des Ausschusses für grenzregionale Entwicklung wurde beschlossen, die politisch verantwortlichen Stellen beider Länder aufzufordern, die Sicherung und Entwicklung der grenzüberschreitenden Studiengänge in Flensburg und Sonderburg zu gewährleisten.

Studiengänge als Stärkung der Region

Philip Tietje ist Vorsitzender des regionalen Ausschusses für grenzregionale Entwicklung. Er sagte zum Thema auf Nachfrage des Nordschleswigers: „Die grenzüberschreitenden Studiengänge sind ungemein wichtig. Eine Stärkung für unsere Region. Insbesondere für unsere Wirtschaft sind diese Studenten attraktiv, weil die Studiengänge aus sprachlichen und wirtschaftlichen Elementen zusammengestellt werden.“

Ihm zufolge wolle man versuchen, die Politik auf Christiansborg zu beeinflussen und vergewissern, dass dieses Ausbildungsangebot gesichert oder gar verstärkt werden kann.

Die Absolventen stärken die gesamte Region und das Angebot ist europaweit einzigartig. Es darf nicht nationaler Planungen zum Opfer fallen.

Simone Lange

„Das Musterbeispiel grenzenloser Zusammenarbeit muss erhalten und ausgebaut werden“, so Simone Lange, Vorsitzende der Region Sønderjylland-Schleswig und Oberbürgermeisterin in Flensburg. „Die Absolventen stärken die gesamte Region und das Angebot ist europaweit einzigartig. Es darf nicht nationaler Planungen zum Opfer fallen.“

Weiterhin stelle Simone Lange fest, dass „die Länder unterschiedliche Kulturen und Strukturen haben, aber gemeinsam dem Fachkräftemangel begegnen müssen. Gerade deshalb sind grenzüberschreitenden Studiengänge wichtig.“

SDU: Keine Schließungen in Sonderburg

Nachgefragt beim Konrektor der Süddänischen Universität, Bjarne G. Sørensen, sieht dieser derzeit – aufgrund der von der Regierung verlangten Verkleinerung der englischsprachigen Studiengänge – zumindest im universitären Bereich keine Gefahr, dass grenzüberschreitende Studien in Gefahr sind.

„Wir hatten in der vergangenen Zeit einen sehr guten Austausch mit dem Ministerium und es kann keine Rede davon sein, dass Studiengänge im Grenzland in Gefahr sind“, so Sørensen. Lediglich in Odense werde ein englischer Bachelorstudiengang im Bereich der Gesellschaftskunde eingestellt, zwei weitere Kandidat-Ausbildungen werden von Englisch auf Dänisch umgestellt. „Aber in Sonderburg sind keine Studiengänge in Gefahr“, beruhigt er.

Mehr lesen

Leitartikel

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
„Schöne Zahlen“