Öffentlicher Transport

Sydtrafik: Warnitz wird nach Rationalisierung abgehängt

Sydtrafik: Warnitz wird nach Rationalisierung abgehängt

Sydtrafik: Warnitz wird nach Rationalisierung abgehängt

Paul Sehstedt
Warnitz/Varnæs
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Warnitz wird mit dem Fahrplanwechsel weniger Linienbusbedienung erfahren. Wer an Wochenenden oder Feiertagen nach dem Linienbus Ausschau hält, wird bitter enttäuscht werden. Foto: Paul Sehstedt

Die neue Linie 113 soll die Strecke von Sonderburg über Blans nach Apenrade ab Fahrplanwechsel nur noch wochentags befahren.

Warnitzer, die vom öffentlichen Linienverkehr abhängig sind, werden sich ab dem Fahrplanwechsel am 27. Juni an Wochenenden und Feiertagen abgehängt fühlen. Die Verkehrsgesellschaft Sydtrafik ändert von dem Datum an die Streckenführung der Linie 112, damit die Regionalbusse zwischen Sonderburg (Sønderborg) und Apenrade (Aabenraa) eine kürzere Fahrzeit haben. Wochentags sollen Warnitz und Blans künftig mit der neu einzurichtenden Linie 113 mit den zwei Hafenstädten verbunden werden.

„Die Linie 112 ist eine sogenannte Regionallinie, deren Zweck ist, eine schnelle Busverbindung zwischen Apenrade und Sonderburg herzustellen“, erläutert Lotte Stensberg, Planchefin bei Sydtrafik. „Aus alten Absprachen oder Traditionen wurden Blans und Warnitz miteinbezogen. Doch sollen die Linienbusse eine attraktive Alternative zum Individualverkehr sein, muss die Reisezeit so kurz wie möglich sein.“

Trostpflaster nur wochentags

„Als einen Ersatz bekommt die Strecke über die Dörfer eine eigene Linie mit der Nummer 113, die jedoch nur an Wochentagen bedient wird“, setzt die Planchefin fort. „Zwei Fahrten am Morgen und drei nachmittags sollen Schülern und Auszubildenden die Möglichkeit bieten, zu den Bildungseinrichtungen in Apenrade und Sonderburg zu kommen.“

Die Regionalroute 112 verkehrt derzeit wochentags 24-mal in beide Richtungen, hat aber einen komplizierten Verlauf, der durch die Abstecher nach Blans und Warnitz auf einigen Touren entsteht. Diese werden aus dem Fahrplan entfernt, und die 112 wird wochentags nur noch 16 Direktverbindungen anbieten.

Im Stundentakt

„Wir wollen die Linie 112 im Stundentakt betreiben und verfolgen damit unser klares Prinzip, die Verbindungen zwischen den Städten in der Region zu rationalisieren und die Reisezeiten zu kürzen“, fügt Lotte Stensberg hinzu. „Die einen werden gewinnen, während andere Abstriche einstecken müssen. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass wir mit diesen Änderungen den meisten Busreisenden entgegenkommen.“

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