Öffentliche Verkehr

Omnibusstation soll verlegt werden

Paul Sehstedt
Apenrade/Aabenraa
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Erinnert an Bilder aus Wim Wenders’ Film „Paris, Texas“ von 1984, steht aber am Apenrader Busbahnhof: Über den künftigen Verbleib des Gebäudes muss der Besitzer entscheiden. Foto: Pause

Die Fahrgäste kommen dichter ans Zentrum heran. Umfassende Leitungsarbeiten für Arwos stehen bevor.

„Der Omnibusbahnhof wird voraussichtlich 2021/22 an die Westseite der H. P. Hanssens Gade in Höhe des Genforeninghaven verlegt werden und damit die Fahrgäste etwa 100 Meter dichter an die Stadtmitte bringen“, erklärt Teamleiter Keld Rysgaard bei der Kommune Apenrade. „Damit wollen wir Apenrade attraktiver machen.“ „Die neuen Bushaltestellen werden nur in eine Richtung bedient werden“, setzt Rysgaard fort. „Alle Busse werden an der westlichen Seite ankommen und abfahren. Die Passagiere steigen also zur Stadtseite aus und sind so schneller an ihrem Ziel. Wir haben davon abgesehen, eine neue Busstation an der Campusallee zu bauen, weil dies den Busgästen sicherlich nicht zusagen würde.“

Die von Süden kommenden Busse sollen eine Schleife über den Gasværksvej ziehen, bevor sie über Kilen links in die H. P. Hanssens Gade einbiegen und dann die Fahrgäste absetzen oder aufnehmen können. Die Haltestellen werden wie Perlen an einer Schnur nacheinander geordnet eingerichtet.

Mietvertrag läuft 2019 aus

Das Gelände des jetzigen Omnibusbahnhofes befindet sich im Besitz von AP Ejendomme, einer Tochtergesellschaft der Rentenkasse AP (Andels-Pension) in Kopenhagen. Laut Rysgaard läuft der Mietvertrag mit AP Ejendomme 2019 aus und soll nur noch mit kurzer Laufzeit verlängert werden. „Das Grundstück befindet sich in einer attraktiven Lage, die für einen Investor besser genutzt werden kann als nur für einen Busbahnhof“, fügt der Teamleiter hinzu.

„Das Projekt ist Teil der zweiten Etappe des Umbaus des Gasværksvej“, sagt Rysgaard. „Zunächst muss die Versorgungsgesellschaft Arwos umfassende Rohr- und Leitungsarbeiten bei der Pumpenstation vornehmen, bevor wir den Omnibusbahnhof verlegen.“

Die heutige Anlage wurde im September 2008 in Betrieb genommen. Über das Schicksal des Gebäudes wird der Besitzer entscheiden müssen. Laut Bebauungsplan darf von dem Gelände aus nur ein Omnibusbahnhof betrieben werden. Um diese Klausel ändern zu können, muss ein neuer Bebauungsplan erstellt werden.

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