Kommunalpolitik

Marode Schwimmhalle: Stadtrat hat ein Ziel

Marode Schwimmhalle: Stadtrat hat ein Ziel

Marode Schwimmhalle: Stadtrat hat ein Ziel

Paul Sehstedt
Apenrade/Aabenraa
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Das Apenrader Schwimmbad ist marode. Foto: Paul Sehstedt

Die Apenrader Schwimmhalle ist marode. Das wurde bei Überprüfungen festgestellt. Nun müssen die Politiker im Stadtrat entscheiden: Neubau oder Sanierung. Eine Tendenz zeichnet sich ab.

„Alle Zeichen deuten darauf hin, dass wir eine neue Schwimmhalle bauen werden“, bilanzierte Apenrades Bürgermeister Thomas Andresen (V) in einem Pressegespräch den Tagesordnungspunkt des Ökonomieausschusses, der sich mit der Zukunft der völlig maroden Schwimmhalle an der Arena Aabenraa beschäftigte.

Die Verwaltung hatte den Politikern zwei Möglichkeiten vorgelegt: eine umfassende Instandsetzung für rund 28 Millionen Kronen und einem Unsicherheitsfaktor von 30 Prozent oder ein Neubau für 50 Millionen Kronen, der innerhalb von drei Jahren betriebsfertig sein kann. „Wir werden uns in den Haushaltsverhandlungen für 2020 intensiv mit diesem Posten beschäftigen müssen“, sagte Andresen.

Weitere Ausschussthemen

Des Weiteren berichtete er aus dem Ausschuss: Die Einrichtung Løjt Børnehus hatte einen Garantieantrag für einen Baukredit gestellt, um die geplante Erweiterung finanzieren zu können. Der Ökonomieausschuss traf laut Bürgermeister Andresen den ganz ungewöhnlichen Beschluss, dem Antrag noch für das laufende Haushaltsjahr stattzugeben, obwohl dieser erst im Haushalt 2020 auftaucht. „Das haben wir so gemacht, damit die Einrichtung so schnell wie möglich mit dem Bau beginnen kann“, erläuterte Andresen. Die Garantie beläuft sich auf knappe acht Millionen Kronen.

Versicherungsschutz für Ehrenamtler

Eine längere Diskussion entfachte der Versicherungsschutz von freiwilligen Kräften. „Das ist ein sehr kompliziertes Gebiet“, erklärte der Bürgermeister den Tagesordnungspunkt. „Wer wann durch die Kommune versichert sein soll oder sich mit einer privaten Unfallversicherung eindecken muss, ist immer schwierig abzuschätzen, und daher sollen die verschiedenen Fachbereiche untersuchen, wo Freiwillige einzusetzen sind.“

„Die neue Regierung hat den Kommunen mitgeteilt, dass die Haushaltsverhandlungen mit dem Landesverband der Kommunen erst in der zweiten Hälfte des August eingeleitet werden, und das verzögert dann unsere Planung, weil wir nicht wissen, wie die Normierung der Mitarbeiter in öffentlichen Einrichtungen ausfallen“, erzählt Thomas Andresen. Die Haushaltsplanung muss bis spätestens 5. November abgeschlossen sein.

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