Hundeführerverein

Hundeführer ziehen nach Feldstedt um

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Feldstedt/Felsted
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Einige Schubkarren Muttererde mussten bewegt werden, um die Flächen an der Feldstedthalle einzuebnen. Darüber hinaus musste Gras gesät und Lampen aufgestellt werden. Foto: Flemming Cornelsen

Nach über 50 Jahre auf dem Apenrader Tierschauplatz wurde der Mietvertrag gekündigt. Das neue Domizil wurde in Eigenarbeit hergerichtet.

Nach über 50 Jahre auf dem Apenrader Tierschauplatz wurde der Mietvertrag gekündigt. Das neue Domizil wurde in Eigenarbeit hergerichtet.

Wer sich am Wochenende über die vielen „fremden“ Leute in Arbeitskleidung an der Feldstedthalle gewundert hat, erhält hier die Erklärung geliefert: Mitglieder des zivilen Hundeführervereins (DcH) Apenrade bereiten den Umzug vom Tierschauplatz an die Feldstedthalle vor. Seit über 50 Jahren hat der Hundeführerverein auf dem Tierschauplatz in Apenrade seine regelmäßigen Trainingseinheiten und Turniere durchgeführt. Dort hat der DcH Apenrade auch sein Vereinshaus errichtet. Allerdings wurde den Hundeführern zum 1. Oktober dieses Jahres der Mietvertrag durch das Tierschaukomitee gekündigt.

Die Hundeführer haben die Kündigung kommen sehen und sich zudem entschieden, der Kündigung positiv zu begegnen. In den vergangenen Jahren hat das Vereinshaus mehrfach ungebetenen Besuch gehabt und ist auch öfters Opfer von mutwilliger Sachbeschädigung gewesen. Unvergessen ist für Hundeführer die Brandstiftung im März 2011, bei der das Klubhaus total abbrannte. Darüber hinaus ließen auch die Platzverhältnisse auf dem Tierschauplatz zu wünschen übrig.

Da die Kommune Apenrade den Hundeführern unmittelbar keine Alternative anbieten konnte, hat sich der Vorstand selbst auf die Suche nach einem neuen Standort gemacht und wurde in Feldstedt fündig. Dort – unmittelbar an der Sporthalle – waren geeignete Flächen, die sich sogar in kommunalem Besitz befinden. Ein Antrag wurde gestellt und diesem wurde stattgegeben. Allerdings ist das Terrain für einen Hundeturnierplatz ein wenig zu uneben. In Vereinbarung mit der Kommune haben die DcH-Mitglieder die meisten Erdarbeiten nun am Wochenende alleine durchgeführt. Die Flächen wurden eingeebnet, Gras gesät und Lampen aufgestellt. Ein eigenes Vereinshaus brauchen die Hundeführer künftig nicht; sie können nämlich die Cafeteria der Feldstedthalle nutzen, die nicht mehr im Betrieb ist.

Dennoch ist ein solcher Umzug nicht ganz kostenfrei. Da viel in Eigenarbeit geleistet werden kann und wird, hofft der Vorstand die notwendigen Mittel durch Stiftungen und Spenden zusammen zu bekommen und ist diesbezüglich hoffnungsfroh. „Ein wenig gespannt ist der Vorstand jetzt schon, wie die Mitglieder den Umzug nach Feldstedt aufnehmen; allerdings werden die Trainingsbedingungen erheblich verbessert“, sagt Flemming Cornelsen vom Apenrader Hundeführerverein.
Die erste große Bewährungsprobe für die neue Anlage werden die südjütischen Meisterschaften sein, die die Apenrader Hundeführer Ende August dieses Jahres ausrichten.

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Leitartikel

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
„Venstre-Wellen“