Weltrekordversuch

Hemmschwelle überwinden

Paul Sehstedt
Apenrade/Aabenraa
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Unter Anleitung von Inger Mammen Koch vom Roten Kreuz in Apenrade übte Erika Hansen an einer Puppe, lebensrettende Herzmassage zu geben. „Wichtig ist die korrekte Haltung, damit die Stösse den grösstmöglichsten Effekt geben“ , lehrte Koch die Rentnerin. Foto: Paul Sehstedt

Ein Weltrekordversuch von Tryg Fonden lockte viele Passanten an. Es gab unter anderem Übungen zur Herzdruckmassage

Ein Weltrekordversuch von Tryg Fonden lockte viele Passanten an. Es gab unter anderem Übungen zur Herzdruckmassage

„Du musst deine Arme durchstrecken, damit du mit deinem vollem Oberkörpergewicht die Herzdruckmassage effektiv bewältigen kannst“, instruierte Inger Mammen Koch vom Roten Kreuz Apenrade die Rentnerin Erika Hansen, die sich an einer Puppe mit Wiederbelebungsübungen probiert. Tryg Fondens nationale Aktion „Rekord, der redder liv 2017“ hatte auf der Multibahn im Genforeningshaven einen Stand ausgebaut, an dem Passanten zum Mitmachen aufgefordert wurden, um an einen Weltrekordversuch teilzunehmen. „Unser Ziel ist, dass mindestens 5.000 Personen heute landesweit an unserem Schnellkursus teilnehmen“, erklärte Philip Nilsson als Sprecher der Aktion in Apenrade.

„Jährlich sind rund 4.000 Personen von einem plötzlichen Herzstillstand betroffen, aber nur 13 Prozent überleben“, erläuterte Nilsson ferner. Der Tryg Fond, vier Medzinstudenten der Organisation S.A.T.S (Studerendes Anæstesiologiske og Traumatologiske Selskab) sowie die Initiative FFF (Førstehjælp For Folkeskoler – Erste Hilfe an Volksschulen) stehen gemeinsam hinter der Aktion, die gleichzeitig ein Forschungsprojekt ist. „Wir wollen den Bürgern zeigen, wie einfach Wiederbelebung im Grunde ist“, sagte Philip Nilsson, „und wir müssen allen Beteiligten auch dazu bringen, die Hemmschwelle, die viele vor dem lebensrettenden Eingreifen haben, zu überwinden.“

Die Aktion begann um 9 Uhr und erfreute sich rasch regen Interesses. Vom Schüler bis zum Rentner waren alle Altersgruppen vertreten, die sich neben die zwei Übungspuppen knieten, um zu lernen, an welcher Stelle und in welchem Rhythmus gestoßen werden soll, damit das Herz wieder zu schlagen anfängt. Auf Bildschirmen konnten die „Lebensretter“ mitverfolgen welchen Effekt ihr Einsatz hatte und was sie verbessern konnten. „Wer heute nicht dabeisein konnte, der kann sich beim Roten Kreuz in Apenrade zu einem Kursus melden“, ergänzte Inger Mammen Koch. „Wir halten regelmäßig Erste-Hilfe-Lehrgänge ab.“

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