Sparhaushalt

Einsparungen im Bereich der Vorbeugung

Gesche Picolin
Gesche Picolin Journalistin
Apenrade/Aabenraa
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Foto: Anke Haagensen

Die Kommune Apenrade will sparen, jeder Ausschuss muss Ausgaben vermindern, für den Kinder- und Ausbildungsausschuss bedeutet dies: 9,783 Millionen Kronen weniger ausgeben. Beschlossen wurde Kürzungen bei Freizeit- und Wochenendangeboten. Auch soll eine von fünf Streetworker-Stellen (distriktsvejleder) wegfallen.

Alle stehenden Ausschüsse der Kommune Apenrade sind angehalten, in ihrem Haushaltsrahmen Einsparungen von einem Prozent zu finden. Für den Ausschuss für Kinder und Ausbildung ist ein Prozent gleichbedeutend mit 9,783 Millionen Kronen. Der Ausschuss hat Mittwoch seinen Vorschlag für Einsparungen vorgelegt.

So könnten 280.000 Kronen gespart werden beim Wochenendangebot des Entlastungsheims „Udsigten“ in Randershof. Dies könnte bedeuten, ein Wochenende im Monat gar nicht zu öffnen, oder aber nur zu öffnen, wenn Bedarf für mindestens zwei Kinder besteht.

Auch beim Apenrader „Klub 3“ schlägt der Ausschuss vor, im kommenden Jahr 338.000 Kronen zu sparen. Klub 3 ist ein vorbeugendes kommunales Angebot für Jugendliche. Allerdings steht in den Anmerkungen zur Umverteilung auch zu bedenken, dass ein Mangel an sinnvollen Aktivitäten zu mehr Kriminalität und Vandalismus führen kann. Auch verliere die Kommune den Bezug zu den Jugendlichen.

Beim kommunalen Freizeitangebot ab der siebten Klasse sollen auch noch einmal 1,723 Millionen eingespart werden, obgleich schon früher Einschnitte gemacht worden sind.

Eine Stelle soll wegfallen

Ganze 2 Millionen will der Ausschuss bei den fünf kommunalen Mitarbeitern sparen, die sich um 5- bis 17-Jährige kümmern. Speziell sind dies Kinder und Jugendliche, die in der Schule durch Abwesenheit glänzen. Die Mitarbeiter (distriktsvejleder) sollen Stabilität vermitteln, sodass die Jugendlichen schließlich in eine Ausbildung kommen können. Hier solle eine Stelle eingespart werden.

Der Sparvorschlag wurde nicht einstimmig beschlossen. Jens Bundgaard von der Einheitsliste und Erik Uldall Hansen von den Sozialdemokraten stimmten dagegen. Hierzu äußerte sich die Vorsitzende des Ausschusses, Kirsten Nørgård Christensen (V): „Das finde ich nicht in Ordnung. Die Sozialdemokraten sitzen schließlich mit im Ökonomieausschuss.“ Uldall Hansens Partei hatte somit für die einprozentigen Einsparungen im Budget gestimmt.

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