In eigener Sache

Neue „Nordschleswiger“-Praktikantin: Das ist Paulina von Ahn

Neue „Nordschleswiger“-Praktikantin: Das ist Paulina von Ahn

Neue „Nordschleswiger“-Praktikantin: Das ist Paulina von Ahn

Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Paulina von Ahn
Paulina von Ahn verstärkt die Redaktion des „Nordschleswigers“. Foto: Gerrit Hencke

Diesen Artikel vorlesen lassen.

Die 21-Jährige aus der Nähe von Flensburg möchte in den kommenden drei Monaten den Redaktionsalltag beim „Nordschleswiger“ kennenlernen. Paulina von Ahn erzählt, warum ihr Pony Rolli ein Ruhepol für sie ist, das Studium in Magdeburg ihren Horizont erweitert, und weshalb es sie in Zukunft doch wieder in den Norden zieht.

Es scheint mittlerweile Tradition, dass die Praktikantinnen und Praktikanten beim „Nordschleswiger“ Journalismus in Magdeburg studieren. Auch Paulina von Ahn ist da keine Ausnahme. Die 21-Jährige ist seit Mitte Februar in Apenrade in der Hauptredaktion und will in den kommenden drei Monaten einen Eindruck von der Arbeit in einer Redaktion gewinnen, wie sie sagt. 

In Flensburg zur Schule gegangen

Völlig neu ist Apenrade für Paulina nicht. Sie selbst ist in Langballig in Angeln aufgewachsen und in Flensburg (Flensborg) zur Schule gegangen. Dänisch spricht sie aber nicht, wie sie gesteht. Nach dem Abitur am Alten Gymnasium ging es allerdings nicht sofort nach Magdeburg. „Ich habe ein Jahr lang gekellnert und Ställe ausgemistet“, sagt die 21-Jährige. 

Ich bekomme so viel von der Welt mit, womit ich mich im normalen Alltag nicht befassen würde. Es fördert außerdem meine Allgemeinbildung.

Paulina von Ahn

Zunächst bewarb sie sich für den Studiengang „Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus“ in Hildesheim. „Der Kulturbereich war nicht ausschlaggebend dafür, dass ich mich beworben habe, aber so bin ich auf Journalismus aufmerksam geworden“, erzählt Paulina. Weil sie aufgrund des strengen Auswahlverfahrens für den Bachelor nicht berücksichtigt wurde, bewarb sie sich an der Hochschule Magdeburg-Stendal für das Journalismusstudium.

Paulina von Ahn
Am Journalismus gefällt Paulina vor allem, dass man sich mit Themen auseinandersetzen muss, mit denen man sich im Alltag sonst nicht beschäftigt. Foto: Gerrit Hencke

Journalismus erweitert den Horizont

Warum Journalismus? „Ich bekomme so viel von der Welt mit, womit ich mich im normalen Alltag nicht befassen würde. Es fördert außerdem meine Allgemeinbildung“, so Paulina.

Mittlerweile ist die 21-Jährige im fünften Semester. „Mich hat der Studiengang speziell auch deswegen interessiert, weil er so breit gefächert ist. Neben Print, Video und Radio geht es auch um Gesellschaft und Politik und nicht nur um Journalismus.“ 

In Zeiten von Fake News und schwindendem Vertrauen in die Medien will Paulina „genau bei der Wahrheit bleiben“. Sie selbst habe sich mit den Vorwürfen aus Teilen der Bevölkerung, diese würden nicht neutral berichten, noch nicht so befasst. „Ich bemühe mich, alle Standards einzuhalten und dieses Bild der Medien nicht weiter zu fördern. Da muss man höllisch aufpassen.“ 

Sie verlangen nicht von mir, dass ich mit ihnen rede. Ein Pferd ist ein Ruhepol für mich.

Paulina von Ahn

Das Pony stärkt meinen Charakter

Neben dem Studium ist Paulinas größtes Hobby Pferde. Dabei hat sie eigentlich gar kein Pferd, wie sie sagt, sondern ein Reitpony. Der 16-jährige Wallach Rolli, der eigentlich „Royal's Hero“ heißt, kam mit nach Magdeburg. „Ponys haben einen sehr starken Charakter, daher passt der Name Rolli viel besser“, sagt die Flensburgerin. Außerdem werde der Wallach im Sommer immer besonders dick, wenn er sich auf der Koppel vollfrisst. „Er kann aber auch gut aussehen, und das weiß er dann auch“, scherzt Paulina. 

Rolli mit Paulina
Pony Rolli mit Paulina Foto: Paulina von Ahn

Warum gerade Pferde? „Sie verlangen nicht von mir, dass ich mit ihnen rede. Ein Pferd ist ein Ruhepol für mich.“ Ein willensstarkes Tier wie Rolli bedeute aber auch Verantwortung und stärke zudem den eigenen Charakter. 

Wenn sie ihre Freizeit nicht gerade auf ihrem Pony oder im Stall verbringt, trifft sie sich am liebsten mit Freunden. Während ihres Praktikums wohnt sie in der WG in Apenrade. Am Wochenende ist sie bei ihren Eltern in Langballig.

Letztes Praktikum im Norden

Ihren Freund hat Paulina für die Zeit des Praktikums in Magdeburg zurückgelassen. Die beiden haben sich im Studium kennengelernt. „Er macht selbst gerade ein Praktikum bei der ‚Mitteldeutschen Zeitung'.“ Für Paulina steht nach dem Praktikum beim „Nordschleswiger“ auch noch ein Inlandspraktikum an, bevor es dann an die Bachelorarbeit geht. Gerne würde sie dafür in ihrer Heimat Schleswig-Holstein sein. „Ich würde es gerne möglichst nah an meinem Zuhause machen.“

Paulina von Ahn
Paulina sagt, sie erfülle in Teilen auch die Klischees vom grummeligen, stillen Nordlicht. Foto: Gerrit Hencke

Nicht für immer Magdeburg

Auch nach dem Studium zieht es Paulina wieder gen Norden. „Ich möchte nach dem Studium gerne aufs Land zurück“, sagt Paulina, die in Sachsen-Anhalt zwar immer herzlich aufgenommen wurde, aber der die Gegend nicht so zusagt. „Ich bin Nordlicht und würde mich daher auch in Zukunft eher in der Nordhälfte Deutschlands verorten.“ Sie sagt, sie erfülle in Teilen auch die Klischees über die prüden, grummeligen und stillen Norddeutschen. Wenn sie darüber nachdenke, sei ihr der Süden im Sommer auch zu heiß.

Mehr lesen

VOICES – MINDERHEITEN WELTWEIT

Jan Diedrichsen
Jan Diedrichsen
„Sudan am Rande einer Hungersnot“
Deutsche Regionalbahnen sollen ab 2027 bis nach Tingleff fahren.

Mobilität

Dänemark sichert Millionen Kronen für grenzüberschreitenden Bahnverkehr zu

Apenrade/Aabenraa Dänemark und die schleswig-holsteinische Nahverkehrsgesellschaft Nah.SH arbeiten an der Umsetzung des künftigen Regionalverkehrs im Grenzland. Wie aus einem zuvor vertraulichen Papier des Transportministeriums hervorgeht, wird Dänemark Neuanschaffungen und Umrüstungen von deutschen Zügen mitfinanzieren, die ab 2027 bis nach Tingleff rollen sollen. Nicht alle sind glücklich über diese Lösung.