Kultur und Freizeit

Naturfreibad in Bülderup: Beliebtes Sommerziel trotz kleiner Startschwierigkeiten

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Das neu angelegte Badeparadies in Bülderup kommt gut an.

Das Naturfreibad in Bülderup musste jüngst zum zweiten Mal schließen. Die Wasserwerte reichten nicht aus. Der Vorsitzende Emil Petersen und der Mann vor Ort, Ole Thomsen, erklären, was passiert ist.

„Manchmal sind es 200 Gäste am Tag, die zu uns kommen“, berichtet Ole Thomsen. Der Servicemitarbeiter des Bülderuper Sportzentrums ist auch zuständig für das neue Naturfreibad, das auf dem Gelände entstanden ist.

Zufrieden mit Zahl der Badegäste

Besonders bei gutem Wetter ist das Badeangebot besonders beliebt. „Es kommen Leute auch von weiter her, die von unserem Angebot erfahren haben“, weiß Emil Petersen, der Vorsitzende des Sportzentrums und Primus Motor hinter dem Badesee-Projekt.

Es hat sich demnach herumgesprochen, dass es das Naturfreibad gibt. Man sei sehr zufrieden mit den bisherigen Besuchendenzahlen, sind sich Petersen und Thomsen einig.

Kürzlich musste das Bad jedoch schließen. Wasserproben zeigten erhöhte Bakterien-Werte. Wie sich herausstellte, hatte sich eine Maus in einem Filterabfluss verfangen. Die Ursache war allerdings schnell gefunden und behoben. Jüngst hieß es vom Labor erneut: Einige Werte liegen über der Norm. Die Folge: Das Bad musste erneut schließen. Ärgerlich für die Betriebenden.

Ole Thomsen kümmert sich auch um die Wasserqualität im Naturfreibad.

Viele Faktoren wirken auf die Wasserqualität ein

Woran es diesmal lag, wissen Petersen und die anderen Zuständigen nicht. „Wir müssen lernen, das Wasser zu lesen“, sagt Emil Petersen. Es seien viele Faktoren, die bei der Wasserqualität und der Pflege des feuchten Nasses eine Rolle spielen. „Wie ist das Wetter, regnet es, scheint die Sonne, wie ist die Luft-, wie ist die Wassertemperatur, weht es“, zählt der Vorsitzende auf. All das habe Einfluss auf die Einstellungen, die beim Reinigungssystem vorgenommen werden müssen.

„Wir können ja nicht einfach, wie es in anderen Schwimmbädern der Fall ist, eine Handvoll Chlor ins Wasser werfen und damit alle Bakterien abtöten“, sagt Ole Thomsen. „Im Wasser des Naturbadesees spielen Bakterien nämlich eine große Rolle. Sie reinigen das Wasser von ihren schädlichen Artgenossen“, erklärt er.

Emil Petersen an der natürlichen Filteranlage des Schwimmbades (Archivfoto)

Wir können ja nicht einfach, wie es in anderen Schwimmbädern der Fall ist, eine Handvoll Chlor ins Wasser werfen und damit alle Bakterien abtöten.

Ole Thomsen

Lernphase dauert drei Jahre

Der Reinigungsmechanismus ist kompliziert, weiß Emil Petersen. Der Nolder hat sich in der Entwicklungsphase von Betreibern aus dem niedersächsischen Bremerhaven beraten lassen: „Dort wurde uns schon gesagt, dass es etwa drei Jahre dauert, bis man das Wasser so gut unter Kontrolle hat, dass es keine Zwischenfälle mehr gibt“, erzählt er.

Bakterien, Phosphor und viele andere Werte werden vom Labor untersucht. Ist eine Unregelmäßigkeit festgestellt worden, „können wir das Wasser inzwischen schnell wieder kontrollieren und auf die erlaubten Werte bringen“, so Thomsen.

Noch voraussichtlich bis Anfang September kann täglich von 14.30 bis 17.30 Uhr gebadet werden. „Und es gibt die Morgenschwimmer“, fügt Ole Thomsen hinzu. Von 5 Uhr morgens an tummeln sie sich im Naturbad in Bülderup.