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Nach der Krise: Apenrader Musikfestival mit starkem Endspurt

Nach der Krise: Apenrader Musikfestival mit starkem Endspurt

Nach der Krise: Apenrader Musikfestival mit starkem Endspurt

Apenrade/Aabenraa
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Die Bühne befindet sich bereits auf dem Marktplatz am Madevej. Rund um den Markt stehen ebenfalls schon die Absperrzäune. Foto: Karin Riggelsen

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Vor knapp einer Woche waren erst 700 Eintrittskarten für das Festival verkauft worden, gerechnet hatten die Veranstalter mit mindestens dem Doppelten. Dann jedoch rief die Initiatorin mit ihrem Eingreifen Kritik hervor. Doch jetzt scheint sich das Blatt gewendet zu haben, wie sie berichtet.

Fünf bekannte dänische Bands kommen zum Apenrader Musikfestival (Aabenraa Musikfestival). Das findet am Freitag, 26. Mai, auf dem Apenrader Marktplatz am Madevej statt.

Die Veranstaltung war groß angekündigt und beworben worden. Mehrere Tausend Gäste, darunter hauptsächlich junge Menschen, wurden erwartet. Doch es gab Probleme.

Am Donnerstagmorgen wird der Marktplatz abgesperrt. Ab 18 Uhr ist der Markt dann nicht mehr zugänglich. Foto: Karin Riggelsen

Schaut man eine Woche zurück, waren gerade einmal 700 Karten verkauft worden. Das hatte die Mitinitiatorin Dorthe Bjerrum Hilbig vom hiesigen Gewerbeverband ShopiCity dazu gebracht, in ihrem großen Social-Media-Bekanntenkreis dafür zu werben, die für junge Leute reduzierten Eintrittskarten zu kaufen. Man werde am Eingang das Alter nicht kontrollieren, schrieb sie dazu. Die Karten kosten 275 statt 475 Kronen. Das berichtete „JydskeVestkysten“.

Kritik an City-Chefin

Die Aktion wurde öffentlich und brachte der City-Chefin viel Kritik ein. Sie entschuldigte sich und rechtfertigte ihr Verhalten. Der City-Vorstand erklärte, weiterhin hinter Bjerrum Hilbig zu stehen und beschloss aufgrund der enttäuschenden Verkaufssituation der Eintrittskarten, den Preis zu senken.

Einen Tag vor dem Festival hat Dorthe Bjerrum Hilbig wieder gut lachen. Foto: Karin Riggelsen

„Wir hätten besser von Beginn an einen einheitlichen Preis verlangen sollen“, meint sie am Donnerstagmorgen. „Doch 450 Kronen für eine Karte für die Künstlerinnen und Künstler, die kommen, sind so gesehen nicht zu viel“, findet sie. Trotzdem hat der Vorstand den Entschluss getroffen, über den Bjerrum Hilbig letztlich froh sei, wie sie sagt.

Der Eintritt kostet jetzt einheitlich 275 Kronen. „Und das hat sich bezahlt gemacht“, berichtet Dorthe Bjerrum Hilbig am Tag vor dem Konzert. „Wir erwarten jetzt zwischen 2.000 und 3.000 Gäste“, sagt sie. „Wir hören von vielen, dass sie zwar noch keine Karte haben, sich jedoch am Eingang eine kaufen werden, und ich kenne richtig viele, die noch keine Karte haben, aber kommen werden“, sagt sie.

Fehler im Bezahlsystem

Ein Fehler habe sich zudem eingeschlichen. „Die jüngeren Menschen haben oft eine Mastercard, und unser Bezahlsystem lässt diese Karte nicht zu. Deshalb werden diese Leute den Eintritt ebenfalls erst am Freitag am Eingang zahlen“, erklärt die City-Chefin den Hintergrund für die schlaffe Verkaufszahl. „Das wissen wir dann aber beim nächsten Mal“, fügt sie hinzu.

Nach dem schlechten Start „habe ich jetzt wieder Ruhe gefunden“, sagt Dorthe Bjerrum Hilbig.

Die Bühne wird im nördlichen Bereich des Marktplatzes aufgebaut. Foto: Karin Riggelsen

Ob der Zeitpunkt schlecht gewählt sei? „Wir wussten, dass der Royal Run stattfindet. Deshalb haben wir diesen Zeitpunkt gewählt, denn viele bleiben deshalb in der Stadt und fahren nicht über Pfingsten weg“, antwortet die City-Chefin. Dass allerdings die Tierschau das Veranstaltungsdatum geändert hatte, war „ungünstig“, so Hilbig. Aber dort gehe die Zielgruppe, die bis 35-Jährigen, auch nicht hin, ergänzt sie.

Aus Fehlern gelernt

Jetzt würden jedoch auch Menschen im Alter zwischen 45 und 65 Jahren kommen. „Sie wollen uns unterstützen und sich mal anhören, was die Kinder heute so hören“, sagt sie.

„Es wurden Fehler gemacht, und wir haben daraus gelernt“, fasst Dorthe Bjerrum Hilbig zusammen.

Auf die Frage, ob es ein nächstes Festival in Apenrade geben wird, antwortet sie: „Ich hoffe, dass morgen alles gut geht. Dann werden wir uns in der kommenden Woche zusammensetzen, evaluieren und ich wünsche mir, dass es ein neues Musikfestival geben wird.“

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                       

 

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