Tierschau 2024

Auf dem Tierschauplatz treffen Land und Stadt aufeinander

Auf dem Tierschauplatz treffen Land und Stadt aufeinander

Auf dem Tierschauplatz treffen Land und Stadt aufeinander

Apenrade/Aabenraa
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Dirk Bucka Andresen vom LHN ist Vorsitzender des Tierschaukomitees (Archivfoto). Foto: Karin Riggelsen

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Ob niedliche Kälbchen oder gigantische Traktoren – das alles gibt es von Freitagmorgen bis einschließlich Sonnabendnachmittag bei der Tierschau 2024 in Apenrade zu bestaunen.

Wer sich dafür interessiert, woher die leckeren Steaks kommen, die in den kommenden Monaten in vielen Haushalten auf die Gas-, Holzkohle- oder Elektrogrills geworfen werden, ist am Freitag und Sonnabend auf dem Apenrader Tierschauplatz bestens aufgehoben. Die jährliche Tierschau lockt traditionsgemäß an den beiden Tagen viele Tausend Menschen aus Stadt und Land auf die Grünfläche zwischen Vestvejen und Dr. Margrethes Vej. Und das ist auch genau so gewollt.

Tiere sind auch heute noch ein wesentlicher Bestandteil der Apenrader Tierschau (Archivfoto). Foto: Karin Riggelsen

Immer das Ziel im Auge 

„Det Sønderjyske Fællesdyrskue“, also die nordschleswigsche Gemeinschaftstierschau, hat den Anspruch, die Tierschau für den gesamten Landesteil zu sein. Sie ist eine Fachausstellung für die Landbevölkerung. Gleichzeitig aber sollen die Städterinnen und Städter einen Einblick in die Welt der Landwirtschaft erhalten. Hier treffen sich Stadt und Land. „Das ist auch weiterhin unser klarer Anspruch an die Veranstaltung“, sagt Dirk Bucka Andresen. Er ist als stellvertretender Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Hauptvereins für Nordschleswig (LHN) Vorsitzender der Tierschau. 

Eine „Tivolisierung“ werde es unter seinem Vorsitz nicht geben, unterstreicht er. Nach Karussells und Schiffsschaukel werden die Besuchenden also vergeblich Ausschau halten. Allerdings gibt es auch ohne Fahrgeschäfte jede Menge für Kinder und Erwachsene zu sehen oder auch zu probieren, egal ob man vom Land oder aus der Stadt kommt.

Die nächste Generation weiß die moderne Technik zu schätzen (Archivfoto). Foto: Karin Riggelsen

Weniger Höfe

„Die Anzahl der Bauernhöfe ist über die letzten Jahre deutlich gesunken. Im gleichen Takt sind auch die Maschinenhändler weniger geworden. Dennoch konnten alle Stände wieder verkauft werden. Es sind neue Unternehmen hinzugekommen, die ihr Angebot gezielt auf den ,normalen Tierschaubesuchenden’ ausgerichtet haben“, freut sich der Tierschauvorsitzende. Nichtsdestotrotz werde die Tierschau weiterhin ihrem Anspruch gerecht, vor allem dem Fachpublikum einen Mehrwert zu bereiten. „Hier treffen sie Kolleginnen und Kollegen, können sich untereinander austauschen und sich über die neuesten technischen Entwicklungen informieren“, erläutert Dirk Bucka Andresen drei wichtige Komponenten einer Tierschau.

Bevor die Tiere der fachkundigen Jury vorgeführt werden, werden sie gewaschen, getrocknet, gebürstet und – wenn nötig – auch noch getrimmt (Archivfoto). Foto: Karin Riggelsen

Tiere sind das A und O

Besonders froh ist der Tierschauvorsitzende, dass erneut viele Betriebe ihre Tiere mit auf die Schau nehmen, um sie von einer fachkundigen Jury bewerten zu lassen. Genau das ist Sinn und Zweck der Tierschau. „Das Publikum wird daher viel Gelegenheit haben, kleine Ferkelchen anzusehen oder Pferde zu streicheln“, wie er sagt.

Die Tiere zählen besonders bei Kindern zu den Favoriten. „Wir erwarten am Freitagvormittag 3.500 Mädchen und Jungen aus den Kindertagesstätten und Schulen. Das ist nach meinen Informationen ein Rekord“, sagt Dirk Bucka Andresen. Tierschaukoordinatorin Mette Friis Sørensen bestätigt diese Information nicht nur, sondern kann noch hinzufügen, dass zwar die meisten Anmeldungen aus der Kommune Apenrade kommen, dass aber auch Einrichtungen und Schulen aus den drei anderen nordschleswigschen Kommunen – Hadersleben (Haderslev), Sonderburg (Sønderborg) und Tondern (Tønder) – anreisen. 

Das sogenannte Frokostzelt stand bisher sonnabends leer (Archivfoto). In diesem Jahr zeigen Kunsthandwerkerinnen und -werker am zweiten Tierschautag ihre Arbeiten. Foto: Karin Riggelsen

Platz für kreative Menschen

Neu ist in diesem Jahr das Kreativzelt. „Das sogenannte Frokostzelt wurde eigentlich immer nur freitags genutzt und stand dann den Rest der Zeit leer. Wir hatten deshalb im vergangenen Jahr die Idee, es zumindest am Sonnabend kreativen Menschen als Ausstellungsfläche zur Verfügung zu stellen. Wir waren aber ein wenig zu spät dran, um die Idee 2023 in die Tat umsetzen zu können“, gesteht der Tierschauvorsitzende. In diesem Jahr zeigen Kunsthandwerkerinnen und -handwerker, was sie in ihrer Freizeit an schönen Dingen aus Wolle, Glas, Ton, Holz oder Weidenruten produzieren.

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