Deutsche Minderheit

Die Taktik von „Piefke“ Nicolaisen bei der Turnierpremiere in Tingleff ging (fast) auf

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Statt Training fand in der Sporthalle Tingleff ein Ü-60-Tischtennisturnier statt. Lokalmatador Hans Jürgen Nicolaisen ging an den Start und schlug sich wacker.

Die Ü-60-Tischtennissparte des SV Tingleff richtete in Zusammenarbeit mit dem Sportverband DGI erstmals ein Turnier aus. Unter den Teilnehmenden waren auch Tischtennis-Oldies aus der Minderheit, darunter Hans Jürgen „Piefke“ Nicolaisen. Mit welcher Taktik er die Partien anging und welches Fazit Spartenleiter Bent Holt von der Premiere zieht.

„Weniger Fehler machen als der Gegner – eine simple, letztlich aber gute Taktik.“ Mit dieser Marschroute startete Lokalmatador Hans Jürgen „Piefke“ Nicolaisen am Montag ins Tischtennisturnier, das die Ü-60-Sparte des SV Tingleff in Kooperation mit dem Sportverein DGI in der deutschen Sporthalle veranstaltete. Es war das allererste Turnier, das die Sparte um Initiator Bent Holt auf die Beine gestellt hatte.

Fehler vermeiden war die Devise

Knapp 40 Tischtennisspieler, darunter 2 Frauen, wetteiferten beim Turnier in Tingleff. Die Sparte des SV Tingleff war erstmals Ausrichter.

Das mit dem Fehlervermeiden klappte bei „Piefke“ Nicolaisen in seiner Auftaktpartie sehr gut. Nicolaisen landete gegen einen Spieler aus Feldstedt (Felsted) einen klaren 3-Satz-Sieg. 

Das Fehlervermeiden hatte in der zweiten Partie dann aber der Gegner besser drauf, gestand Nicolaisen in seiner kurzen Analyse nach dem Spiel. 

Sportliche Resümees kennt man vom pensionierten Lehrer eher aus dem Handball-Sport, ist er doch viele Jahrzehnte Trainer im SV Tingleff gewesen.

Nicolaisen konnte sich damit brüsten, die dritte Begegnung in seiner Vierer-Gruppe für sich zu entscheiden. Ihm gelang es dabei, einen 0:2-Satzrückstand zu drehen und 3:2 zu gewinnen.

Drei Leistungsklassen

Knapp 40 Teilnehmende – 37 Männer und 2 Frauen – aus allen Ecken Süddänemarks gingen beim Turnier in der Sporthalle an 14 Tischen auf Punktejagd. 

Die Akteurinnen und Akteure waren in drei Leistungsklassen aufgeteilt – von den Cracks in Gruppe A über Gruppe B mit versierten Spielern bis hin zu Gruppe C, in der Spielerinnen und Spieler mit wenig Turniererfahrung den Schläger schwangen.

„Es wird in den Leistungsklassen auch Doppel gespielt. Die Teilnehmenden bekommen einen Partner zugelost. Dadurch wird das Feld schön durchgemischt. Der Spaß steht ja im Vordergrund“, so Spartenleiter Bent Holt zum „Nordschleswiger“, als sich das Einzelturnier dem Ende neigte. Nach der Mittagspause starteten die Doppel.

Zeigte sich mit dem Verlauf des Turniers unter Federführung des SV Tingleff zufrieden: Spartenleiter Bent Holt.

Vom Tennis zum Tischtennis

Aus der Minderheit nahmen auch Dieter Johannsen teil, der in Tondern (Tønder) aktiv ist, sowie Olaf Petersen von der Tingleffer Sparte. „Ich spiele viel Tennis. Es ist nicht ganz leicht, sich auf Tischtennis umzustellen. Der Ball ist ja viel kleiner und leichter“, so Olaf Petersen am Rande des Turniers. Trotz der Umstellung auf den kleinen Plastikball gelang es ihm, zwei seiner drei Gruppenspiele zu gewinnen.

Frauen waren beim Turnier in Tingleff Exoten. Nur zwei mischten sich unter die männlichen Akteure, darunter Kirsten Egtved aus Apenrade (Aabenraa).

Auch Dieter Johannsen aus Bülderup-Bau, der mit Sportfreunden in Tondern Tischtennis spielt, war beim Ü-60-Turnier in Tingleff dabei.

Sie sei es gewohnt, dass bei Turnieren nur wenige Frauen dabei sind. „Es spielt für mich aber keine Rolle. Mir ist es egal, wenn ich gegen Männer spiele. Hauptsache, ich kann mein Hobby ausüben, mich bewegen und die Gemeinschaft pflegen“, so die Apenraderin.

Kirsten Egtved vom Apenrader Tischtennisklub macht es nichts aus, wenn sie bei Turnieren gegen Männer spielt.

Mit Spaß am Spiel

Bei allem Ehrgeiz in der Tingleffer Sporthalle sollten Freude an der Bewegung, Spaß und Geselligkeit im Mittelpunkt stehen. Diese Vorgabe sei dann auch erfüllt worden, so das Fazit von Bent Holt, der bei der Durchführung des Turniers tatkräftige Unterstützung von DGI-Turnierleiter Ebbe Worm erhielt. 

Bei der Versorgung der Aktiven während des Turniers und in der Mittagspause hatte Bent Holt freiwillige Helferinnen und Helfer, darunter Familienangehörige, gewinnen können. 

Alles sei gut gelaufen, und er könne sich gut vorstellen, dass die Sparte wieder so ein DGI-Turnier ausrichtet. „Vielleicht nicht jedes Jahr, sondern alle zwei Jahre“, so Bent Holt kurz vor dem Abschluss der Doppelrunde.