Leserbeitrag

„Mit dem Sozialdienst im Spreewald – Viele Erlebnisse, viele Gurken“

Mit dem Sozialdienst im Spreewald – Viele Erlebnisse, viele Gurken

Mit dem Sozialdienst im Spreewald

Willi Schidlowski
Berlin/Neuhausen
Zuletzt aktualisiert um:
Eine Gruppe Senioren vor einem Gurkenverkaufsstand
Der Seniorenausschuss des Sozialdienstes vor einem Gurkenverkaufsstand Foto: Willi Schidlowski

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Welche Eindrücke hat der Seniorenausschuss im Spreewald gesammelt, welche Sehenswürdigkeiten wurden besichtigt und mit welchem Gefühl fahren die Teilnehmenden wieder nach Nordschleswig zurück. Ein „Mitfahrer“ berichtet.

Der Seniorenausschuss des Sozialdienstes hatte sich für die Frühjahrsfahrt dieses Jahres den Spreewald mit der weiteren Umgebung ausgesucht. Die Nachfrage war so groß, dass es sogar eine Warteliste gab.

Am Montag, pünktlich um sechs Uhr morgens, startete der Reisebus mit 40 gut gelaunten Teilnehmenden und einem ebenso gut gelaunten Busfahrer in Richtung Ostdeutschland. Ein Zwischenstopp wurde in der brandenburgischen Hauptstadt Potsdam eingelegt. Auf eigene Faust konnte man diesen wahrlich geschichtsträchtigen Ort erkunden. Nach ein paar Stunden ging die Fahrt weiter zum Ferienhotel Spree-Neiße in Neuhausen. 

Ausflug nach Cottbus

Am nächsten Tag stand der Besuch der mit 100.000 Einwohnern zweitgrößten Stadt Brandenburgs auf dem Programm: Cottbus – das Tor zum Spreewald. Cottbus gilt als politisch-kulturelles Zentrum der Sorben in der Niederlausitz. Es gibt ein sorbisches Gymnasium, Straßen- und Ortsnamen sind wie in allen sorbischen Gebieten zweisprachig.

Bei einem Rundgang durch die Altstadt erfuhr man einiges über die Vergangenheit dieser Stadt der Tuchmacher und Leineweber, die sich dann im Laufe der Zeit zu einem Ort der Textilindustrie entwickelte. Nach der Besichtigung der Oberkirche machte man Halt in der ehemaligen Löwen-Apotheke, die 1568 gegründet wurde, und in deren Räumlichkeiten sich das brandenburgische Apothekenmuseum befindet. Hier gibt es immer noch Kräuter für dieses und jenes. Doch mussten die Nordschleswiger feststellen, als sie einem Vortrag im Kräutergarten zuhörten: Gegen das Regenwetter war kein Kraut gewachsen.

Der Tagesausflug fand seinen Abschluss bei einem Spreewaldbauern bei Kaffee und Kuchen.

Seniorengruppe im Regen mir Regenschirmen bei einem Vortrag in Cottbus
Vortrag in Cottbus im Regen Foto: Willi Schidlowski
Seniorengruppe am Altar in der Oberkirche in Cottbus
Seniorengruppe am Altar in der Oberkirche in Cottbus Foto: Willi Schidlowski

Kahnfahrt ohne Mücken

Wer an den Spreewald denkt, der denkt auch an eine Spreewald-Kahnfahrt. Und die wurde am Folgetag unternommen. Der Wettergott meinte es gut. Die Sonne schien, es war ein herrlicher Frühsommertag. Die Kähne lagen bereit, friedlich, still. Doch beim Einstieg – und später auch beim Ausstieg – zeigten sie sich widerborstig. Sie wackelten und schaukelten, und man musste schon aufpassen, dass man nicht das Gleichgewicht verlor. 

Doch dann die Fahrt durch die Fließe, die Flussläufe der Spree. Welch ein Erlebnis! Man hörte das Zwitschern der Vögel, Libellen surrten durch die Luft und um sich herum eine einzigartige Naturlandschaft mit uralten Bäumen. Ab und zu unterquerte man eine Holzbrücke. Und die Mücken? Wo waren die Mücken? Jedenfalls nicht auf dem Wasser. Die störten erst beim Mittagessen an Land. 

Seniorengruppe auf einem Kahn auf der Spree
Mit einem Kahn unterwegs auf der Spree Foto: Willi Schidlowski

Die letzten Eindrücke

Der letzte Tagesausflug führte nach Sachsen, in die Oberlausitz. Erste Station war Görlitz an der Neiße, die östlichste Stadt Deutschlands. Von den Bombardierungen im 2. Weltkrieg verschont, findet sich hier eine wunderschöne Altstadt. Vom Kaisertrutz bis zur Kirche St. Peter und Paul reihen sich wie an einer Perlenschnur beeindruckende Gebäude aus verschiedenen Epochen.

Der Nachmittag war zunächst dem Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau gewidmet. Die Wetterumstände verhinderten allerdings einen längeren Aufenthalt. Denn selbst wenn Engel reisen, kann es regnen. Als Entschädigung wurde das Ende des Ausfluges versüßt durch den Besuch einer Confiserie, in der in Handarbeit belgische Schokoladenköstlichkeiten hergestellt werden.

Am nächsten Tag ging es dann zurück, mit vielen Eindrücken und mit vielen Spreewaldgurken. Somit ist ein Gurkenmangel in diesen Nordschleswigschen Haushalten in den nächsten Monaten nicht zu erwarten.

 

einzelne Senioren vor dem alten Rathaus in Görlitz
Das alte Rathaus in Görlitz mit Uhrenturm Foto: Willi Schidlowski
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