Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Montag

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DN
Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Eva Kjer Hansen (Venstre). Foto: Jens Dresling/Ritzau Scanpix/Polfoto

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Elch hat auf Nordseeland wenig Chancen

Beim dänischen Naturschutzverband Danmarks Naturfredningsforening findet es der Biologe Bo Håkansson herrlich, dass ein Elch durch den Öresund auf die Insel Seeland geschwommen ist. „Mit dem weiblichen Tier ist ein Stück wilde Natur nach Dänemark zurückgekehrt“, so Håkansson, doch befürchte er, dass das Jungtier in der dort durch Verkehrswege zerschnittenen Landschaft wenig Überlebenschancen hat. Ein vor vielen Jahren auf Seeland gesichteter Elch war nach wenigen Monaten von einem Zug überfahren worden. Er rechne nicht mit einem wilden Elchbestand in Dänemark. Allerdings sind im Naturschutzgebiet Lille Vildmose in Nordjütland schon seit 2016 Elche (Foto) im Einsatz, um dort ein Zuwuchern der Moorflächen zu verhindern. Allerdings in eingezäunten Flächen.

Danske Bank-Direktor: Geldwäsche-Fall umfassender als erwartet

Danske Bank-Direktor Thomas Borgen räumt ein, dass der Geldwäsche-Fall der estnischen Filiale der Bank größer und umfassender als zuerst erwartet ist. Nun soll die Bank auch an einem nordkoreanischen Waffenhandel beteiligt gewesen sein.

Eva Kjer Hansen statt Mette Bock zur Fußball-WM

Kulturministerin Mette Bock (Liberale Allianz) reist nun doch nicht als offizielle Regierungsvertreterin Dänemarks nach Russland, um beim Spiel der dänischen Nationalmannschaft gegen Frankreich am Mittwoch zuzuschauen. Anlass sind allerdings keine politischen Erwägungen wie Kritik an Putin, sondern die andauernden Verhandlungen über die Medienpolitik und Veränderungen beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk, die die Mitwirkung der Ministerin erfordern.

Anstelle Mette Bocks wird nun Fischerei- und Gleichstellungsministerin Eva Kjer Hansen (Venstre) nach Russland reisen und die dänischen Spieler anfeuern. Unter anderem aus der Venstre-Fraktion hatte es Kritik an Mette Bocks Reiseplänen gegeben, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau.

Inger Støjberg (Venstre) Foto: Miriam Dalsgaard/Ritzau Scanpix/Polfoto

Støjberg kritisiert italienisches Nein

Die italienische Küstenwache hatte Sonntag das dänische Schiff Alexander Mærsk gebeten, im Mittelmeer treibende Flüchtlinge aus Seenot zu retten und an Bord zu nehmen. Doch anschließend weigerten sich die italienischen Behörden auf Anweisung der Regierung, die Schiffbrüchigen im Hafen Pozzallo auf Sizilien an Land zu lassen. Nur eine schwangere Frau und vier Kinder durften an Land gebracht werden.

Auch Lokführer stimmen neuem Tarifvertrag zu

Mit 77 Prozent Zustimmung zum neuen Tarifvertrag haben die Lokführer der regionalen Bahngesellschaften eine Lähmung des Bahnverkehrs in Nordjütland, auf Seeland, Lolland und Falster abgewendet. Die Lokführer u. a. bei Nordjyske Jernbaner, auf dem Foto ein Triebwagen in Aalborg, hatten im Gegensatz zu den übrigen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Dänemark dem Tarifvertrag eine Absage erteilt, weil sie die darin vorgegebenen Arbeitszeitregelungen nicht akzeptieren wollten.

Die Lokführer sollten Essenspausen zum Dienstbeginn bekommen und nicht zur Stärkung nach mehreren Stunden Dienst.

Erste Ernte historisch früh und karg

Die erste in Ernte in diesem Jahr ist so früh gestartet, wie noch nie zuvor. 14 Tage eher, als normal starteten die Landwirte ihre Arbeit auf den Feldern. Allerdings sei das Getreide wegen der vielen Sonnentage und der geringen Menge Regens nur sehr klein, erklärte Troels Toft, Sektionsdirektor beim landwirtschaftlichen Wissenscenter Seges.

Auch die Regenfälle in den vergangenen Tagen konnte daran nichts mehr ändern, sagte er. Besonders Hafer ist von der Dürre betroffen. Mit sechs Milliarden Kronen Verlust für die Landwirte rechnen Forscher an der Universität in Kopenhagen, berichtet TV2.

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