Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

DN
Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Piraten in Westafrika werden zunehmend zur Bedrohung für die dänische Schifffahrt. Foto: Farah Abdi Warsameh/AP/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Flucht aus Psychiatrie: Polizei nimmt weiteren Verdächtigen fest

Am Dienstag ist in Kopenhagen ein weiterer Verdächtiger festgenommen worden, der nach Auffassung der Polizei an einem spektakulären Ausbruch in Slagelse beteiligt gewesen ist. Ein 24-jähriges führendes Mitglied einer Bande flüchtete dort im November aus der dortigen Psychiatrie; er befand sich wegen eines brutalen Überfalls in U-Haft. In einem Kuchenkarton schmuggelten zwei Besucher Pistolen in das Krankenhaus, gaben Schüsse ab und flüchteten mit dem Gefangenen, der im Januar in Spanien erneut festgenommen werden konnte. Mit der letzten Festnahme sind nun insgesamt fünf Männer in Haft. Ein am Montag von den Behörden veröffentlichter Bericht zur Flucht bemängelt die Kommunikation zwischen Krankenhaus und Polizei.

 

Die Börse am Mittwoch

Kopenhagen Am Mittwoch florierte die Börse mit einem C25 Leitindex bei 1.330,64 – 2,4 Prozent mehr als tags zuvor. Der bisherige Rekord von knapp 1.300 wurde damit deutlich übertroffen. Gewinner des Tages war GN mit einem Plus von 8,8 Prozent auf 373,50 Kronen. Aber auch die Aktien von Vestas und Novo Nordisk legten zu – um 5,5 auf 721,80 Kronen respektive um 4,6 auf 435 Kronen. Auch die Aktien von Coloplast, DSV Panalpina, Novozymes, Genmab und Unibrew stiegen auf Rekordniveau. Verlierer des Tages waren die Aktien von Ambu und Simcorp. Ambu musste ein Minus von 5,4 Prozent auf 142,60 Kronen hinnehmen, die Simcorps Aktie gab um 4,6 Prozent auf 722 Kronen nach. Danske Bank bewegte sich schwach nach oben. hm

 

Kronprinzessin Mary hat Geburtstag

Kronprinzessin Mary feiert am Mittwoch ihren 48. Geburtstag. Aus diesem Anlass präsentierte das Königshaus ein aktuelles Foto der Prinzessin auf Instagram. Neben ihrem Geburtstag kann die Kronprinzessin in diesem Jahr auch den 20. Jahrestag mit ihrem Mann, Kronprinz Frederik, feiern. Bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney lernten sich die beiden kennen und sind seitdem ein Paar. Sie haben zusammen vier Kinder: Prinz Christian, Prinzessin Isabella, Prinz Vincent und Prinzessin Josephine.

 

Coronavirus: Dänischer Staatsbürger aus China auf dem Weg nach Dänemark

Ein dänischer Staatsbürger, der vor einigen Tagen aufgrund der Verbreitung des Coronavirus aus China evakuiert wurde – und zuletzt in Belgien untersucht wurde, befindet sich nun auf dem Weg nach Dänemark. Dort soll die Person zunächst im Krankenhaus von Hvidovre in Kopenhagen in Quarantäne kommen. Das gab das Außenministerium auf Twitter bekannt. Der Däne war eine der Personen, die vor einigen Tagen aus der Hubei-Provinz ausgeflogen wurden. Während des Fluges zeigte die Person Symptome des Coronavirus, weshalb sie beim ersten Stopp in Belgien zur Untersuchung aus dem Flugzeug geholt wurde. Anschließend konnte allerdings Entwarnung gegeben werden. Zur Sicherheit soll die Person nun aber trotzdem zunächst in Quarantäne kommen.

 

Große dänische Unternehmen machten 2019 dickes Plus

Windkraftanlagenhersteller Vestas, das Geldinstitut Danske Bank und Pharmakonzern Novo Nordisk haben am Mittwoch ihre Abschlussberichte für 2019 vorgelegt. Alle drei Unternehmen haben Grund zum Jubeln. Der Umsatz von Vestas stieg um 20 Prozent auf rund 90 Milliarden Kronen. Dies führte am Ende zu einem Bruttogewinn Gewinn von 6,8 Milliarden Kronen. Noch besser lief es für die Danske Bank. Trotz fallender Zinsen stand am Ende des Jahres ein Gewinn von 15,1 Milliarden Kronen zu Buche – und damit genauso viel wie im Vorjahr. Auch Novo Nordisk konnte das hohe Niveau des Vorjahres halten – und sogar noch etwas toppen. Mit einem Umsatz von 122 Milliarden Kronen lag dieser am Ende um 9 Prozent höher als 2018. Dies führte unterm Strich zu einem Gewinn von 39 Milliarden Kronen – 1 Prozent mehr als im Vorjahr.

 

Proteststreik am Kopenhagener Flughafen

Am Kopenhagener Flughafen kommt es seit Mittwochmorgen zu langen Passagierstaus an den Sicherheitskontrollen, weil ein Großteil des Wachpersonals seine Arbeit für einige Stunden niedergelegt hatte. Das gab die Gewerkschaft der Wach- und Sicherheitsleute am Mittwochvormittag bekannt. Der Grund des Streiks war laut der Sprecherin der Gewerkschaft, Ulla Thygesen, die Entlassung von zwölf Mitarbeitern „aus rechtswidrigen Gründen“. „Es wurden zwölf Mitarbeiter gefeuert, die zwischen 20 und 30 Dienstjahre hatten und kurz vor dem Rentenalter standen – und man hat stattdessen für sie neues Personal eingestellt“, so Thygesen zur Nachrichtenagentur Ritzau. Die Sprecher des Flughafens rechnen trotz der Wiederaufnahme der Arbeit noch für einige Zeit mit „großen Verspätungen“ für die Passagiere.

 

Piraten bedrohen zunehmend dänische Schiffe vor Westafrika

Die internationale Schifffahrt steht unter Druck: Angriffe von Piraten und Geiselnahmen kommen an der westafrikanischen Küste immer häufiger vor. Aus diesem Grund fordert der Branchenverband für die dänische Schifffahrt, Dansk Rederier, die dänische Regierung auf, Militärschiffe in die Region zu entsenden, um die dänischen Handelsschiffe und Seeleute zu beschützen. „Wir müssen leider sagen, dass wir in jüngster Zeit eine Reihe von sehr ernsthaften Angriffen und Geiselnahmen in der Bucht von Guinea und vor Westafrika erlebt haben. Wir machen uns um unsere Seeleute Sorgen. Wir haben zu jeder Zeit 30 bis 40 Schiffe, die in dieser Region unterwegs sind“, so die Direktorin von Dansk Rederier, Anne H. Steffensen, zur Nachrichtenagentur Ritzau. Laut Zahlen der Organisation „ICC International Maritime Bureau“ sind vor Westafrika im vergangenen Jahr 121 Seeleute als Geiseln genommen worden – 2018 waren es noch 78.

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