Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

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Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

DN
Apenrade/Aabenraa
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Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch gibt die Polizei neueste Erkenntnisse zu den Explosionen in Kopenhagen bekannt. Foto: Philip Davali / Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Radikale: mehr Geld für Schulen

Die Partei Radikale Venstre hat auf ihrer sommerlichen Fraktionsklausur Forderungen zur Verbesserung des dänischen Schulwesens formuliert. Parteichef Morten Østergaard erklärte, es müssten landesweit 1.600 zusätzliche Lehrer eingestellt werden. Im Rahmen der Verhandlungen über den Haushaltsrahmen der Kommunen sollte im Haushalt 2020 dafür ein Betrag in Höhe von einer Milliarde Kronen reserviert werden. Die finanzpolitische Sprecherin der Radikalen, Sofie Carsten Nielsen, unterstrich, dass das Vertrauen im Bereich der kommunalen Schulen, das im Zuge des Arbeitskampfes mit Aussperrung der Lehrkräfte nach der Schulreform 2013 immer noch nicht wiederhergestellt worden sei.

Architektenbüro Henning Larsen ausgezeichnet

Die Firma Henning Larsen ist mit dem „European Prize for Architecture 2019“ ausgezeichnet worden. Der Preis wird seit 2010 vom „European Centre for Architecture Art Design and Urban Studies“ an Architekten verliehen, die mit ihrer Architektur inspirierende und neue Lösungen schaffen. „Nach Henning Larsens Tod im Jahre 2013 wurde das Unternehmen von einer Partnergruppe unter der Leitung von Mette Kynne Frandsen und Louis Becker geführt. Sie haben es geschafft, das Büro international noch bekannter und globaler zu machen“, begründet Christian Narkiewicz-Laine, Präsident und Geschäftsführer bei The Chicago Athenaeum, die Entscheidung in einer Pressemitteilung. Henning Larsen wird offiziell am 13. September bei einem Abendessen am Fuße der Akropolis in Athen geehrt.

Pressekonferenz zur Explosion in Kopenhagen

Die Polizei hat am Mittwochmorgen in einer Pressekonferenz die neuesten Erkenntnisse zur Explosion nahe einer Steuerbehörde auf Østerbro bekannt gegeben. Laut Jørgen Bergen Skov, Hauptpolizeiinspektor der Kopenhagener Polizei, sind zwei schwedische Männer ins Visier der Ermittler gerückt. Die 22-jährigen und 23-jährigen Tatverdächtigen sollen für die Bombenexplosion nahe der Steuerbehörde in der vergangenen Woche verantwortlich sein. Einer der Tatverdächtigen wurde noch am Dienstagabend festgenommen, der zweite ist zur internationalen Fahndung ausgeschrieben. Zu einem möglichen Motiv wollte sich die Polizei weiterhin nicht äußern. Es gebe laut Bergen Skov weiterhin keinen Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen den Explosionen nahe der Steuerbehörde auf Østerbro und der Polizeistation auf Nørrebro.

Hassprediger darf wieder nach Dänemark einreisen

Seit April ist das Einreiseverbot nach Dänemark für fünf Hassprediger aufgehoben. Unter ihnen ist der Australier Ismail al-Wahwah, der im Jahre 2017 in einer Rede in Kopenhagen zum Kampf gegen westliche Politiker und Juden aufrief. Die damalige Außenministerin Inger Støjberg verhängte daraufhin ein Einreiseverbot für den Australier. Laut der Zeitung „Berlingske“ ist er nun von der Sanktionsliste des Außenministeriums entfernt worden und darf somit wieder nach Dänemark einreisen und predigen. Ein Platz auf der Liste des Ministeriums führt zu einem Einreiseverbot von jeweils zwei Jahren, das laufend verlängert werden kann. Auf die Frage der Zeitung, warum al-Wahwah von der Liste entfernt wurde, gab das Ministerium keine Antwort.

Dänische Volkspartei fordert mehr Überwachung nach Explosionen

Nach den jüngsten Explosionen in Kopenhagen fordert die Dänische Volkspartei eine verstärkte Videoüberwachung der Kopenhagener Straßen. Der Rechtssprecher der Partei, Peter Skaarup, sagte dem Fernsehsender „TV2 News“, dass auf diese Weise Ressourcen gespart werden könnten: „Wenn man mehr und qualitativ bessere Videoüberwachungen hat, dann können die Bürger und die Gesellschaft eine Menge Ressourcen sparen, weil man sich mit der Unsicherheit abfinden kann, die man auf den Straßen in Kopenhagen sieht.“ In diesem Jahr hat es bereits neun Explosionen in Kopenhagen gegeben. Die jüngsten Explosionen auf Østerbro und Nørrebro haben Kopenhagen in der vergangenen Woche erschüttert.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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