Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

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DN
Apenrade/Aabenraa
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205 DR-Angestellte müssen gehen. Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau-Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten im Überblick

DR entlässt weitere 205 Mitarbeiter

Danmarks Radio hat am Mittwoch 205 Angestellte entlassen. Das berichtet DR in einer Pressemitteilung. Zuvor sind 64 Mitarbeiter nach Absprachen freiwillig gegangen, während 87 Stellen umplatziert wurden. Auch 26 leitende Stellen wurden gestrichen. Damit hat Danmarks Radio nun im Zuge ihres Sparplanes insgesamt 382 Mitarbeiter gefeuert. Die Generaldirektorin von DR, Maria Rørbye Rønn, schreibt in der Mitteilung, dass es die schwerste Zeit sei, die es bei DR je gegeben habe. Der Sparplan wurde Danmarks Radio nach der Verabschiedung der jüngsten Medienabsprache auferlegt, wonach bis 2021 insgesamt 420 Millionen Kronen gespart werden müssen.

Herbstferien. Großer Andrang an dänischen Flughäfen erwartet

Ab Freitag beginnen in Dänemark die Herbstferien und viele werden sich bereits am Wochenende Richtung Süden aufmachen. Der Kopenhagener Flughafen rechnet am Freitag mit rund 108.000 Reisenden. Das sind nur rund 2.000 weniger, als am größten Reisetag, den der Flughafen je erlebt hat, am 13. Juli dieses Jahres. Insgesamt rechnen die Verantwortlichen damit, dass im Laufe der Ferien rund eine Million Passagiere am Hauptstadtflughafen abgefertigt werden. Auch in Billund und Aalborg wird ein großer Andrang erwartet. Neben den typischen Reisezielen Mallorca oder Kreta sind in diesem Jahr auch Großstädte wie New York oder Los Angeles sehr beliebt.

Finanzaufsicht: Haben der Danske Bank zu sehr vertraut

Die dänische Finanzaufsichtsbehörde habe sich nicht kritisch genug gegenüber der Danske Bank verhalten, als erste Anzeichen für den Geldwäscheskandal in der estnischen Filiale aufkamen, so Gewerbeminister Rasmus Jarlov am Mittwoch in einer schriftlichen Antwort an den Gewerbe-, Wachstums- und Transportausschuss des Parlaments. Die Aufsichtsbehörde habe anerkannt, dass sie der Danske Bank zu sehr vertraut habe und den Anzeichen nicht genau genug nachgegangen sei. Er habe die Bank nun darum gebeten, zu erklären, was sie aus der Sache gelernt habe und wie sie es in Zukunft besser machen wolle, so der Minister in seinem Schreiben. Die Finanzaufsicht selbst, will nun untersuchen, inwieweit die Danske Bank ihr im Geldwäschefall falsche Informationen weitergeleitet hat.

Stellenstreichungen: Danmarks Radio informiert betroffene Angestellte

Nach dem Willen der dänischen Regierung muss Danmarks Radio mit weniger Geld auskommen; das Budget des Senders ist um 20 Prozent geschrumpft, zwischen 375 und 400 Arbeitsplätze fallen weg. Am Mittwoch hat der Sender die Mitarbeiter informiert, die entlassen werden sollen. Beim Regionalsender DR Syd haben die Journalisten, die Gewerkschaftsmitglieder sind, die Arbeit niedergelegt – laut journalisten.dk aus Solidarität mit den von Entlassung bedrohten Kollegen.

Mutmaßliche Betrügerin hat wenig Geld auf der Bank

Die 64-Jährige, die mutmaßlich die Sozialbehörde um 111 Millionen Kronen erleichtert hat, hat nur wenig Geld auf der Bank hinterlassen. Dies erklärte ein Rechtsanwalt, der die Besitztümer der Frau überprüft und auch beschlagnahmt hat – ein kleiner Hof in Schweden, ein Haus in Kopenhagen und ein kleiner Geldbetrag bei einer dänischen Bank. Bis jetzt jedoch nichts, was nur annähernd dem fehlenden Betrag nahekomme, so der Anwalt, der weiterforschen will. Jyllands-Posten berichtet, dass vor dem Haus der ehemaligen Abteilungsleiterin in den vergangenen Jahren Autos der Oberklasse parkten. Die Frau wird weiterhin gesucht. Sie soll laut Sozialministerium eine vertrauenswürdige Person mit 40 Dienstjahren gewesen sein, der vorgeworfen wird zwischen 2002 und 2018 viele Millionen Kronen unterschlagen zu haben.

CO2-Reduktion: EU findet Kompromiss, Dänemark unzufrieden

Die EU will bis zum Jahr 2030 den Kohlendioxid-Ausstoß im Straßenverkehr um 35 Prozent senken. Der Kompromiss wurde nach 13 Stunden kurz vor Mitternacht gefunden. Eine Reihe Länder, unter ihnen auch Dänemark, wünschte eine stärkere Reduktion. Deutschland bremste, es befürchtet bei einem zu schnellen Übergang zu Elektroautos den Verlust von Arbeitsplätzen in der wichtigen Autoindustrie. Im Vorfeld mahnte der Weltklimarat in seinem neuesten Bericht schnelle und drastische Maßnahmen an, um die Klimaveränderung im Rahmen zu halten.

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