Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

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DN
Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Mærsk
Foto: Mærsk

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Sozialdemokraten weiterhin für Asylstopp

Auf einer Pressekonferenz am Freitagnachmittag haben die Sozialdemokraten erklärt, wie ihre Ausländerpolitik in Zukunft konkret aussehen wird. Im Großen und Ganzen hält die Partei fest an den Vorschlägen, die sie im vergangenen Januar präsentierte. Darunter waren unter anderem ein Asylstopp, Aufnahmezentren im Ausland und mehr Hilfe für Afrika.

Quartalsbericht: Mærsk macht Minus

Trotz eines wirtschaftlichen Aufschwunges im ersten Quartal der dänischen Reederei Mærsk schrieb das Unternehmen mit einem Minus von 700 Millionen Kronen rote Zahlen. Das zeigt der Quartalsbericht, der am Freitag vorgelegt wurde. Trotz der roten Zahlen kann sich Mærsk über einen steigenden Umsatz und steigende Frachtpreise freuen. Konzern-Direktor Søren Skou unterstreicht zudem, dass das Unternehmen im ersten Quartal 16 Milliarden Kronen Schulden abgebaut hat.

Prognose: Färöer stellen ein Mandat für jeden Block

Eine neue Gallup-Umfrage zeigt, dass die beiden großen Parteien auf den Färöer-Inseln, Sambandsparti (29 Prozent) und die Sozialdemokraten (24 Prozent), ein Mandat für den blauen oder roten Block stellen werden. Beide Parteien begrüßen eine Weiterführung der Reichsgemeinschaft mit Dänemark, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau. Die neue Prognose kommt bei der Partei Tjoveldi, die bisher ein Mandat im Folketing hatte und für die Unabhängigkeit der Färöer-Inseln kämpft, nicht gut an. Sie verlieren laut Umfrage rund 2,9 Prozentpunkte.

Kommende Gymnasiasten: 19 von 20 bekommen ihre erste Wahl

Von insgesamt 29.542 kommenden Gymnasiasten werden 95,6 Prozent ihre erste Wahl bezüglich des Wunsch-Gymnasiums bekommen. Das zeigt ein neuer Bericht des Verbandes der dänischen Regionen. „Es ist immer ein Balanceakt, dass so viele kommende Gymnasiasten ihre erste Wahl bekommen, aber dass es zugleich auch genügend Ausbildungsangebote im gesamten Land gibt“, erklärt die Verbands-Vorsitzende Stephanie Lose (Venstre) gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau. In den Regionen Seeland und Nordjütland haben ganze 99,6 Prozent der kommenden Gymnasiasten ihr Wunsch-Gymnasium bekommen, während die Region Hauptstadt die Durchschnittswerte mit 92,1 Prozent nach unten drückt, so Ritzau.

Britta Nielsen wegen Betruges angeklagt

Britta Nielsen ist am Freitag von der Polizei für Wirtschaftskriminalität (Søik) angeklagt worden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau. Die Ermittlungen ergaben, dass die 64-jährige Mitarbeiterin der Sozialbehörde im Laufe von 25 Jahren 300-mal Gelder ihres Arbeitgebers auf ihr eigenes Konto überwiesen und dabei rund 117 Millionen Kronen erschwindelt hat. Britta Nielsen wurde im vergangenen Jahr in Südafrika verhaftet. Sie sitzt seitdem in Untersuchungshaft, die sie einige Male freiwillig verlängert hat. Laut Staatsanwalt Morten Niels Jakobsen sei unsicher, ob die gesamte Summe je wieder in die Staatskasse zurückgeholt werden könne.

Dänische Forscher fordern im Sinne des Klimas zum zivilen Ungehorsam auf

174 dänische Forscher fordern in einem offenen Brief die Bürger zu zivilem Ungehorsam auf, um die Klimakrise zu bekämpfen. Der Brief wurde am Freitag in der Zeitung „Politiken“ veröffentlicht. Die Forscher, die aus vielen verschiedenen Fachrichtungen kommen, schreiben in dem Brief, dass sie es als ihre Pflicht ansehen, zu einer „nicht gewalttätigen Rebellion“ aufzurufen, um augenblicklich Veränderungen in der Gesellschaft zu bewirken, die dem Klima zugutekommen.

„Wir betrachten die wachsende Klimakrise als Existenzbedrohung für die Menschen in Dänemark und auf der ganzen Welt. Wir können nicht einfach still danebenstehen, wenn die dänischen Politiker den Moment verpassen, notwendige Maßnahmen zur Verhinderung der Krise zu ergreifen“, schreiben die Forscher in dem Brief. Am Freitag sind in einer Reihe von dänischen Städten Klimastreiks geplant. In Kopenhagen wird unter anderem die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg teilnehmen.

Gesamte Opposition: Banken sollen Aktiensteuern zahlen

Die Radikalen haben eingelenkt. Damit spricht sich nun die gesamte Opposition aus Sozialdemokraten, Einheitsliste, Sozialistischer Volkspartei, Alternativen und Radikalen dafür aus, dass Banken und Pensionsgesellschaften Abgaben von 0,1 Prozent in die dänische Staatskasse bezahlen, wenn sie mit Aktien handeln. Die Radikalen waren lange Zeit nicht mit an Bord, weil sie ein internationales System für Finanzsteuern forderten. Nun haben sie ihren Kurs gewechselt. „Wir sind nun auch bereit zuzustimmen, wenn es zu einer europäischen Lösung kommt. Wenn diese geschafft werden kann, werden wir von unserer internationalen Forderung absehen“, so der Sprecher für Finanzpolitik der Radikalen, Martin Lidegaard, zur Nachrichtenagentur Ritzau.

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