Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

DN
Apenrade/Aabenraa
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Das Entfernen von Tätowierungen soll nach Meinung der Gesundheitsministerin künftig sicherer werden. Foto: Ritzau-Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Die Börse am Donnerstag

Der dänische Aktienmarkt hatte am Donnerstag einen guten Tag. Nach einem Minus am Anfang wendete sich das Blatt und der C25 Leitindex stieg um 1,05 Prozent im Vergleich zum Vortag. Die beiden großen Gewinner des Tages waren Simcorp (+6.02 Prozent) und Vestas (+3,53 Prozent). Verluste verzeichneten die Danske Bank (-0,93 Prozent), die William Demant Holding (-1,43 Prozent) und die Bank GN Store Nord (-1,84 Prozent). Die Pandora-Aktie, die am Vortag herbe Verluste hinnehmen musste, hat sich erholt und verzeichnet ein Plus um 1,49 Prozent.

Nur vier Ministerien erfüllen die eigenen Ziele

Vor zwei Jahren wurde die Integrationsgrundausbildung IGU eingeführt, die Flüchtlinge zwischen 18 und 40 Jahren mit einem Aufenthaltsrecht unter fünf Jahren in einem Praktikum für den dänischen Arbeitsmarkt vorbereiten soll. Der Zeitung Information zufolge erfüllen von 17 Ministerien nur vier ihre eigene Zielsetzung in diesem Gebiet. So wollte das Kirchenministerium 2016 zwischen 50 und 60 IGU-Praktikanten einstellen. Am 1. Juli war kein einziger IGU-Praktikant im Haus. Die Vorgaben erfüllen das Beschäftigungsministerium, das Finanzministerium, das Umwelt- und Lebensmittelministerium sowie das Ausländer- und Integrationsministerium.

Volksschulreform hat die Schüler nicht besser gemacht

Die Volksschulreform aus dem Jahr 2014 hat die Schülerinnen und Schüler nicht besser gemacht, berichtet die Zeitung Jyllands-Posten und bezieht sich auf die sogenannten Folgeforschungsberichte (følgeforskningsrapporter). Nach Meinung des Forschungschefs am VIA University College, Andreas Rasch-Christensen, hat die Reform ihr Ziel nicht erreicht. Die Politik sollte die Reform überprüfen – was diese am Donnerstag macht und über Änderungen verhandelt. Die Reform führte 2014 zu längeren Schultagen, schwächere Schüler erhalten seitdem eine Unterstützung.

Gesundheitsministerin will sicherere Entfernung von Tätowierungen

Gesundheitsministerin Ellen Trane Nørby (Venstre) hat am Donnerstag angekündigt, einen Gesetzesvorschlag im Parlament einzureichen, mit dem das Entfernen von Tätowierungen künftig sicher gemacht werden soll. Derzeit gebe es in diesem Bereich noch keine einheitlichen Regeln, beklagt die Ministerin. So sieht der Vorschlag vor, dass die Orte, an denen die Laserbehandlungen angeboten werden, künftig dafür sorgen müssen, dass mindestens eine Wartezeit von sechs Wochen zwischen jeder Behandlung eingehalten wird. Außerdem dürfen die Eingriffe künftig nur noch mit von der EU genehmigten Lasertypen durchgeführt werden.

Import von Biolebensmitteln auf Rekordniveau

In beide Richtungen über die dänische Grenze wird so viel mit ökologischen Waren gehandelt wie noch nie. Das zeigen Zahlen der dänischen Statistikbehörde Danmarks Statistik. Importiert wird vor allem Bio-Obst und Bio-Gemüse, während ökologische Meiereiprodukte wie Butter, Joghurt und Milch beim Export im vergangenen Jahr erstmals die Milliarden-Kronen-Marke geknackt haben. Dänemark importiert mehr Bioprodukte als es exportiert. Die Differenz liegt bei rund 900 Millionen Kronen.

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