Politische Auszeichnung

Friedensnobelpreis an Denis Mukwege und Nadia Murad

dpa
Oslo
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Nadia Murad (Archivbild) Foto: Darko Vojinovic/AP/Ritzau Scanpix

Der Friedensnobelpreis 2018 geht an einen Arzt aus dem Kongo und eine Menschenrechtsaktivistin aus dem Irak.

Der kongolesische Arzt Denis Mukwege und die irakische Menschenrechtsaktivistin Nadia Murad bekommen den Friedensnobelpreis 2018. Das gab das norwegische Nobelkomitee am Freitag in Oslo bekannt.

Die Jury hatte sich in diesem Jahr unter 331 Anwärtern entscheiden müssen - 216 Personen und 115 Organisationen waren für den Preis vorgeschlagen. Im vergangenen Jahr hatte das Nobelkomitee die internationale Kampagne zur atomaren Abrüstung (Ican) ausgezeichnet. Die Organisation erhielt den Nobelpreis für ihre «bahnbrechenden Bemühungen» um ein vertragliches Verbot von Atomwaffen. Damit forderte die Jury zugleich alle Atommächte auf, ihre Verpflichtungen zum Verzicht auf diese Waffen einzuhalten.

Denis Mukwege Foto: Joel Saget/AFP/Ritzau Scanpix

Der mit umgerechnet etwa 860.000 Euro (neun Millionen schwedischen Kronen) dotierte Friedensnobelpreis wird am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters und Dynamit-Erfinders Alfred Nobel, in Oslo verliehen.

Der Friedensnobelpreis gilt als wichtigste politische Auszeichnung der Welt. Ins Leben gerufen wurde er vom 1896 gestorbenen schwedischen Dynamit-Erfinder Alfred Nobel. In seinem Testament beauftragte er das norwegische Parlament, jährlich bis zu drei Persönlichkeiten oder Organisationen für ihre Verdienste um die Menschheit zu ehren. Ausgezeichnet werden soll, wer «am meisten oder besten für die Verbrüderung der Völker gewirkt hat, für die Abschaffung oder Verminderung stehender Heere sowie für die Bildung und Verbreitung von Friedenskongressen».

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