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Darum steigt die Nachfrage nach einem eigenen Küchengarten

Darum steigt die Nachfrage nach einem eigenen Küchengarten

Darum steigt die Nachfrage nach einem eigenen Küchengarten

ket
Kopenhagen
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Unwissende erkennen oft nicht, was in einem Beet wächst. Das könnte daran liegen, dass das Blattgrün bereits vom Gempse im Supermarkt entfernt ist (Archivfoto). Foto: Karin Riggelsen

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Immer mehr Menschen wollen in ihrem Garten Karotten, Kartoffeln und Tomaten anpflanzen. Doch laut Angaben der Gartengesellschaft „Haveselskabet“ wissen einige nicht, wie das geht. Eine Küchengartenschule soll nun Abhilfe leisten.

Die Pandemie hat laut der Gartengesellschaft „Haveselskabet“ dazu geführt, dass Bürgerinnen und Bürger in Dänemark gerne ihr eigenes Gemüse anbauen möchten. „Der Gemüsegarten erlebte während Corona einen Aufschwung, aber das Interesse ist auch jetzt noch ungebrochen, und mit der Energiekrise und der Inflation ist es noch größer geworden“, wie Bente Yde Enert, Kommunikationsmanagerin bei „Haveselskabet“ in einer Pressemitteilung berichtet.

Erste Hilfe fürs Gemüsebeet

Das große Interesse hat die Telefone bei der Organisation glühen lassen. Anruferinnen und Anrufer fragen oft danach, welche Sorten sich am besten für Hochbeete oder eine frühe Ernte eignen, erzählt Bente Yde Enert. „Viele Menschen wissen nicht, wie, wann und womit sie beginnen sollen. Es scheint, als gäbe es eine Generation, in der Gartenarbeit und Gemüseanbau keine Themen gewesen sind. Deshalb schrecken viele Menschen davor zurück, ihr eigenes Gemüse anzubauen, aber glücklicherweise wächst eine neue Generation heran, die es unbedingt lernen will“, sagt sie.

Aus diesem Grund startet die Gartengesellschaft jetzt ihre erste Küchengartenschule. „Wir wissen, dass Gärtnern gesund für Körper und Geist ist und dass ein Gemüsegarten gut für das Budget ist. Darum wollen wir mehr Menschen helfen, damit anzufangen“, so Bente Yde Enert.

Gartengesellschaft startet Küchengartenschule

Die Küchengartenschule ist ein Online-Kurs, in dem Fachleute Tipps zur Beetplanung, Sortenauswahl, zu Bodenbedingungen und Ernte geben. Expertinnen und Experten bieten außerdem Unterricht und Beratung an. Es gibt auch ein Saatgutpaket, das die Teilnehmenden erhalten. Das Programm besteht aus Newslettern, Online-Sitzungen, Live-Beratung, Zugang zu einem geschlossenen Forum, in dem Herausforderungen angesprochen und Fragen gestellt werden können. Wer teilnehmen möchte, sollte mindestens ein fünf Quadratmeter großes Beet oder zwei bis vier Hochbeete haben.

Die Anmeldefrist endet am 7. Februar. Die Küchengartenschule kostet 1.000 Kronen und bedarf einer Mitgliedschaft bei der Gartengesellschaft (660 Kronen jährlich).

Mehr Informationen unter www.haveselskabet.dk.

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