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Sønderjyske rettet nach schwacher Leistung in Hillerød einen Punkt

Sønderjyske rettet nach schwacher Leistung in Hillerød einen Punkt

Sønderjyske rettet in Hillerød einen Punkt

Lucas Bröcker
Hillerød
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Torwart Nicolai Flø war am Freitagabend bei Sønderjyske der einzige mit Normalform und verhinderte zwischenzeitlich noch Schlimmeres. Foto: Morten Kjær/Gonzalez Photo/Ritzau Scanpix

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Das hatten sich die Fußballer von Sønderjyske sicherlich anders vorgestellt: Die Mannschaft von Trainer Thomas Nørgaard kam gegen das abstiegsbedrohte FIF Hillerød nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus. Vor allem die erste Hälfte war katastrophal. Am Ende wäre mit etwas Glück dennoch sogar ein Sieg drin gewesen.

Wären die Fußballer von Sønderjyske nicht erst nach dem 1:2-Anschlusstor aufgewacht, hätten sie bei FIF Hillerød mit hoher Wahrscheinlichkeit gewonnen. So nimmt die Mannschaft von Trainer Thomas Nørgaard am Ende nur einen Punkt mit nach Hadersleben (Haderslev), übernachtet aber trotzdem auf dem ersten Tabellenplatz. 

Sønderjyske wirkte im Vergleich zu den vorangegangenen Spielen wie ausgewechselt und bekam seine Qualitäten gegen den Abstiegskandidaten FIF Hillerød lange Zeit nicht auf den Rasen.

Die Gastgeber setzten auf Ballbesitz und eroberten früh die Bälle nach Ballverlust zurück. Auf beiden Seiten gab es viele technische Fehler und somit kam es, bis auf einen Kopfball nach einer Ecke, den Sønderjyske-Torwarts Nicolai Flø stark parierte, zu Beginn auch kaum zu nennenswerten Abschlüssen.

Tor für Hillerød aus abseitsverdächtiger Position

Bei den Gästen stimmte das Anlaufverhalten nicht, wodurch Hillerød immer wieder die erste Verteidigungskette problemlos überspielen konnte. So war der Führungstreffer für Hillerød Mitte der ersten Hälfte nicht wirklich überraschend, denn der Abstiegskandidat war die bessere Mannschaft.

Trotzdem hatte das Tor einen faden Beigeschmack: Nach einem langen Ball hat in der Sønderjyske-Abwehr die Zuteilung nicht gestimmt und Sebastian Pingel schob den von Torwart Nicolai Flø abprallenden Torschuss aus abseitsverdächtiger Position ins leere Gehäuse. 

In der Kabine gab es nach der schlechten Leistung der ersten Halbzeit offensichtlich einiges zu besprechen, denn die Spieler von Sønderjyske kamen viel später als ihre Gegner wieder aufs Feld. Trotzdem musste erneut Torwart Flø zu Beginn des zweiten Durchgangs schlimmeres mit einer Glanztat verhindern, um wenig später beim zweiten Treffer von Sebastian Pingel dann doch machtlos zu sein.

Sønderjyske gelingt tatsächlich noch der Ausgleich

Als die Partie danach ein wenig vor sich hin plätscherte, fand der eingewechselte Mads Agger mit einer gefühlvollen Flanke den Kopf von Peter Christiansen, der zu seinem siebten Saisontor einköpfte. Plötzlich war Sønderjyske aus dem Nichts wieder da. Natürlich wurde der Druck auf den Gegner daraufhin größer.

Und tatsächlich kamen die Hadersleber noch zum Ausgleich: Nach einer Ecke beförderte Rasmus Møller den Ball mit einer Slapstick-Einlage per Kopf ins eigene Tor. Den Spielern von Sønderjyske reichte das Remis offensichtlich nicht, und sie gingen weiter voll in die Offensive. In der langen Nachspielzeit hatte Emil Berggreen sogar noch den Siegtreffer für Sønderjyske auf dem Fuß, scheiterte aber am gegnerischen Torwart. Insgesamt war für Sønderjyske mehr drin, allerdings war das 2:2 über die gesamte Spielzeit gesehen leistungsgerecht.

FIF Hillerød - Sønderjyske (1:0) 2:2

1:0 Sebastian Pingel (29.), 2:0 Sebastian Pingel (58.), 2:1 Peter Christiansen (74.), 2:2 Rasmus Møller (89./Eigentor)

Sønderjyske: Nicolai Flø – Simon Wæver, Maxime Soulas, Tobias Sommer, Atli Barkarson (46.: Jonas Thorsen) – Sefer Emini, Rasmus Vinderslev (46.: Mads Agger), Ivan Nikolov (67.: Andreas Oggesen) – José Gallegos (67.: Emil Berggreen), Kristall Mani Ingason, Peter Buch Christiansen (77.: Marc Dal Hende).

Gelbe Karten: Emil Berggreen.

 

 
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Leitartikel

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
„Orbáns Schatten reicht bis zu uns ins Grenzland“