Eishockey

SønderjyskE stürzt kopflos in die Derby-Pleite

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Daniel Kønig Hansen redete nach der Derby-Pleite Klartext.

SønderjyskE-Verteidiger Daniel Kønig Hansen geht nach der 1:5-Schlappe gegen Esbjerg mit seinem Team hart ins Gericht und kann in der aktuellen Verfassung nur schwer erkennen, wie es in die richtige Richtung gehen soll.

Derby-Pleiten haben mittlerweile fast schon Tradition. In der Vorsaison gab es ein 7:0 und ein 3:13, am Freitagabend wurde SønderjyskE vor eigenem Publikum von Esbjerg Energy gedemütigt.

„Ich dachte eigentlich, dass wir die Dinge angesprochen hatten. Aber die Dinge ansprechen und sie dann auch umsetzen, da ist der Unterschied groß. In der vergangenen Saison gab es auch wahnsinnige Spiele, aber wenn wir so spielen wie heute, kann ich nur schwer erkennen, wie es in die richtige Richtung gehen soll“, sagt SønderjyskE-Verteidiger Daniel Kønig Hansen nach der 1:5-Heimpleite gegen den Lokalrivalen zum „Nordschleswiger“.

Junioren-Hockey

Der dänische Meister war kopflos, völlig verkrampft und ohne die nötige Disziplin in eine schmerzhafte Derby-Pleite gerannt.

„Wir haben zu viele Hinausstellungen kassiert. Esbjerg hat vier Tore im Powerplay gemacht. So gewinnt man nicht viele Eishockeyspiele, wenn man gleichzeitig massenhaft Torchancen vergibt“, meint Daniel Kønig Hansen: „Wir haben viel zu nonchalant gespielt, anstatt die simple Lösung zu wählen. Zu viele haben auf eigene Faust versucht, die Welt zu retten, anstatt dies als Team zu tun. Insgesamt war es zu wenig, was wir aufs Eis brachten. Das war Junioren-Hockey.“

Der dänische Meister musste nach einem verschlafenen Anfangsdrittel und zwei Gegentoren nach unnötigen Hinausstellungen einem Rückstand hinterherrennen, doch daraus wurde ein blindes Anrennen.

Von der Strafbank aus gewinnt man keine Spiele

Zu Beginn des zweiten Drittels gab es Chancen am laufenden Band, doch es fehlte die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss und nicht zuletzt im Powerplay. Esbjerg erzielte vier Tore aus acht Powerplays, SønderjyskE null aus fünf.

„Wir müssen Respekt vor den Gegnern haben, denn das sind gute Mannschaften, aber die Art und Weise, wie wir verlieren, geht nicht in Ordnung. Mit 16 Strafminuten, das ist fast ein Drittel des Spiels auf der Strafbank, gewinnt man keine Spiele“, sagt SønderjyskE-Trainer Anders Førster zum „Nordschleswiger“.

„Wir müssen die Disziplin in den Griff bekommen, und das muss aus der Umkleidekabine kommen. Die Spieler müssen langsam verstehen, dass uns die fehlende Disziplin die Niederlagen einbringt. Die Hinausstellungen, die wir kassieren, sind gleichgültig“, ärgert sich Førster.

SønderjyskE - Esbjerg Energy (0:2,0:2,1:1) 1:5

0:1 Phillip Schultz (7:39/5 gegen 4), 0:2 Gordon Ballhorn (18:27/5 gegen 4), 0:3 Thomas Mondrup (24:58), 0:4 Oliver Kjær (29:22/5 gegen 4), 1:4 William Pelletier (47:40/Ass.: Cameron Brown, Valdemar Ahlberg), 1:5 Lucas Andersen (49:16/5 gegen 4).

Zeitstrafen: SE 1x10 (Jacob Schmidt-Svejstrup) und 8x2 – Esbjerg 5x2 Minuten. Schiedsrichter: Niklas Knøsen/Rasmus Toppel. Zuschauende: 3.356 (Saisonrekord).