Robert Koch-Institut

Bundesweite 7-Tage-Inzidenz nähert sich der 100

Bundesweite 7-Tage-Inzidenz nähert sich der 100

Bundesweite 7-Tage-Inzidenz nähert sich der 100

dpa
Berlin
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Helfer testen einen Mann im «Testzentrum am Zoo» in Hannover mit einem Schnelltest auf das Coronavirus. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Die Zeichen stehen auf Entspannung: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen sinkt. Und auch ein anderer wichtiger Kennwert deutet darauf hin, dass die dritte Corona-Welle abklingt.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 17.419 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Das geht aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.08 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 21.953 Neuansteckungen gelegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, nähert sich nun der Schwelle von 100. Sie lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 103,6 (Vortag: 107,8; Vorwoche: 129,1). Der Wert sinkt in allen Altersgruppen. Einen Höchststand hatte die bundesweite Inzidenz während der dritten Welle am 26. April mit 169,3 erreicht.

In mehr als der Hälfte der Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland liegt die 7-Tage-Inzidenz inzwischen unter 100. Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) galt das zuletzt für 214 von 412 erfassten Kreisen und kreisfreien Städten (Datenstand 12.5.). Auch die Hälfte der Bundesländer liegt mittlerweile unter dem politisch maßgeblichen Wert von 100. Den RKI-Daten vom Donnerstag zufolge sieht es in Schleswig-Holstein mit 46 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche besonders gut aus. Nur noch ganz knapp über 100 liegen das Saarland und Bayern (beide 101). Schlusslichter sind weiterhin Sachsen (140) und Thüringen (163).

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz geht seit etwa zwei Wochen kontinuierlich zurück. Auch andere Kennzahlen wie der R-Wert und die Belegung der Intensivbetten mit Corona-Patienten weisen auf Entspannung hin. Das kann am Verhalten der Menschen liegen, aber auch am Fortschritt beim Impfen. Zudem sind Effekte der Bundes-Notbremse denkbar. Sie greift, wenn die Inzidenz auf Kreisebene an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt. Dann gelten automatisch strengere Regeln wie Ausgangsbeschränkungen. Auf Kreisebene dürften wegen sinkender Zahlen in den nächsten Tagen immer mehr Regionen Lockerungen vornehmen.

Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 278 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 250 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 3.565.704 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.240.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 85.658.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,87 (Vortag: 0,82). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

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