Sturmflut

Mangelnde Sturmflutsicherung kann ins Geld gehen

Mangelnde Sturmflutsicherung kann ins Geld gehen

Mangelnde Sturmflutsicherung kann ins Geld gehen

Ritzau/Politiken/chu
Dänemark/Kopenhagen
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Sturmfluten könnten in den kommenden Jahren ordentlich ins Geld gehen. Foto: Bax Lindhardt / BT / Ritzau Scanpix

Die Region Hauptstadt und die 10 Kommunen nahe Kopenhagen haben einen Bericht zum Risiko von Sturmfluten erarbeitet. Wenn die Küsten rund um Kopenhagen in den kommenden 100 Jahren nicht gegen Sturmfluten gesichert werden, kann das große Kosten verursachen.

Sturmfluten, die auf ungesicherte Küsten treffen, können in den kommenden Jahren erhebliche Kosten verursachen. Das zeigt ein Bericht der Ingenieurfirma Cowi im Auftrag der Region Hauptstadt und der Kopenhagener Kommunen, wie die Zeitung „Politiken“ schreibt.

„Binnen der nächsten 100 Jahre kann damit gerechnet werden, dass gut 22 Milliarden Kronen zur Seite gelegt werden müssen, um die von einer Überschwemmung betroffenen Häuser wiederaufzubauen“, sagt Jeppe Sikker Jensen, Entwicklungschef bei Cowi, der Nachrichtenagentur Ritzau. Es ist das erste Mal, dass in Dänemark errechnet wird, was zukünftige Sturmfluten das Land kosten werden.

„Die Ergebnisse basieren auf Berechnungen verschiedener Hochwasserereignisse, wo untersucht wurde, wie das Wasser auf das Land traf und wie viele Häuser von der Überschwemmung betroffen waren“, so Sikker Jensen weiter.

Durch vorherige Ereignisse, wie beispielsweise den Sturm Bodil, gebe es gute Schätzungen bezüglich der Reparaturkosten für von Hochwasser betroffene Häuser.

Schaden kann gegen Sicherungskosten aufgerechnet werden

Der Bericht soll als Beschlussgrundlage dafür dienen, ob die Küsten gegen Sturmfluten gesichert werden sollen, oder nicht. Der entstehende Schaden könne gegen die Sicherungskosten aufgerechnet werden, erklärt Jeppe Sikker Jensen.

„Wenn wir 22 Milliarden brauchen werden, um das, was geschieht, zu verhindern und wir 4 Milliarden Kronen für die Sicherung der Küsten benötigen, dann ist das eine gute Investition. Das kann in die politischen Überlegungen einbezogen werden.“

Die geschätzte Rechnung von 22 Milliarden Kronen in 100 Jahren ist ein Durchschnittswert. Laut Kim Rockhill (Soz.), Vorsitzender im Umwelt- und Klimaausschuss der Region Hauptstadt, sei es wichtig, dies zu bedenken. „Das Wasser kennt keine Verwaltungsgrenzen. Darum ist es wichtig, dass wir in der Region ein gesammeltes Bild vom Sturmflutrisiko haben, mit dem weitergearbeitet werden kann“, sagt er der Zeitung.

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