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Sommerhäuser gingen weg wie warme Semmeln

Sommerhäuser gingen weg wie warme Semmeln

Sommerhäuser gingen weg wie warme Semmeln

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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Sommerhaus
Sommerhäuser waren im vergangenen Jahr sehr begehrt. Foto: Cornelius von Tiedemann

2020 haben die Bürger in Dänemark Immobilien im Wert von insgesamt 252 Milliarden Kronen gekauft. Das sind über 50 Milliarden Kronen mehr als im Vorjahr. Vor allem bei den Ferienhäusern gab es einen großen Sprung.

Ende Februar 2020 deute nicht sehr viel darauf hin, dass das vergangene Jahr einen neuen Rekord beim Immobilienverkauf aufstellen sollte. Doch dann kam alles ganz anders. Es kam die Corona-Pandemie.

„Im März schien der Immobilienmarkt völlig zum Erliegen zu kommen. Aber nach einem Quartal sahen wir, wie sich der Markt komplett änderte. Anfangs gab es eine große Nachfrage nach Sommerhäusern, aber auch nach Villen und Reihenhäusern, später auch nach Eigentumswohnungen“, sagt Birgit Daetz, Kommunikationschefin beim Immobilienportal Boligsiden.dk.

Insgesamt kauften die Bürger in Dänemark 2020 Immobilien für insgesamt 252 Milliarden Kronen. Im Jahr zuvor lag die Summe noch bei 197 Milliarden Kronen.

Sommerhäuser waren gefragt

Am deutlichsten stieg der Verkauf bei den Sommerhäusern. Die Quote stieg um 65 Prozent bzw. 9 Milliarden Kronen.

„Wir haben noch niemals so einen großen Anstieg erlebt. Geht man zehn Jahre zurück, wurden nicht ansatzweise so viele Sommerhäuser verkauft. Die Leute haben derzeit ein großes Vertrauen in ihre finanzielle Lage“, so Daetz.

Sie schätzt, dass der Immobilienmarkt davon profitiert hat, dass die Bürger aufgrund der Corona-Restriktionen wenig andere Möglichkeiten hatten, Geld auszugeben.

Insgesamt wechselten mehr als 107.000 Immobilien im vergangenen Jahr die Besitzer und Besitzerinnen. Villen und Reihenhäuser machten 60 Prozent der verkauften Objekte aus.

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