Corona-Sommer

Leere Hotels und volle Campingplätze

Leere Hotels und volle Campingplätze

Leere Hotels und volle Campingplätze

dodo/Ritzau
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Die Campingplätze im Land gehören zu den großen Profiteuren der Corona-Krise. Foto: Volker Heesch

Rund 2,8 Millionen Übernachtungen wurden in dänischen Hotels und Ferienzentren weniger gebucht als im vergangenen Jahr. Vor allem der Kopenhagener Raum ist betroffen. Freude herrschte hingegen auf den Campingplätzen im Land.

Hotels und Ferienzentren in ganz Dänemark haben in diesem Sommer deutlich weniger Gäste gehabt als im Jahr zuvor. Von Juni bis August hat es laut neuesten Zahlen der dänischen Statistikbehörde Danmarks Statistik 2,8 Millionen Übernachtungen weniger gegeben. Das entspricht einem Rückgang von 17 Prozent.

Der Grund dafür sind der Ausbruch des Coronavirus und die dadurch eingeführten Restriktionen im öffentlichen Leben.

Besonders stark betroffen war der Raum Kopenhagen. Die Zahlen zeigen, dass von 2,8 Millionen Übernachtungen 2,3 Millionen in der Region Hovedstaden weggefallen sind.

Mehr Besucher auf den Campingplätzen

Während die Hotels weniger Gäste empfangen konnten, stiegen die Besucherzahlen auf den dänischen Campingplätzen diesen Sommer stark an.

Laut Danmarks Statistik wurden landesweit 317.000 Campingplatz-Übernachtungen mehr gebucht als im Vorjahr.

„Wir können an den Zahlen sehen, dass die Dänen ihre Sommerferien unter heimischem Himmel verbracht haben – und dass vor allem Campingplätze in dieser schweren Zeit profitiert haben“, so Brian Friis Helmer, Privatökonom bei Arbejdernes Landsbank, zur Nachrichtenagentur „Ritzau“.

Bei den Übernachtungen auf den Campingplätzen verzeichneten die Regionen Mittel- und Nordjütland die höchsten Anstiege.

Mehr lesen

Leitartikel

Walter Turnowsky
Walter Turnowsky Korrespondent in Kopenhagen
„Epidemiegesetz muss demokratisch verankert werden“