Finanzen

Schulen: Ausgaben für Übersetzer deutlich gestiegen

jt
Kopenhagen
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Zusammen mit der Dänischen Volkspartei zieht die dänische Regierung eine Eigenbeteiligung beim Gebrauch von Dolmetschern in Schulen in Erwägung. Die Kinder seien die Leidtragenden eines solchen Gesetzes, meinen jedoch mehrere Schulrektoren.

Mehrere der größten Kommunen Dänemarks haben in den vergangenen Jahren erhöhte Ausgaben für Dolmetscher in den Schulen gehabt. Doch bald könnte damit Schluss sein, denn die Regierung untersucht derzeit die Möglichkeit einer Eigenbeteiligung beim Gebrauch von Übersetzern, berichtet die Tageszeitung Jyllands-Posten.

Allein in acht der größten Kommunen stiegen die Dolmetscher-Ausgaben in den Schulen um 4,05 Millionen Kronen. Laut Jyllands-Posten sei das seit 2014 ein Anstieg um 50 Prozent. „Wenn Personendie dänische Sprache innerhalb eines bestimmten Zeitraumes nicht beherrschen, dann müssen sie die Kosten für einen Übersetzer selbst tragen“, erklärt der Sprecher für Ausländer der Dänischen Volkspartei (DF), Martin Henriksen.

Eine politische Mehrheit entschied sich im vergangenen Jahr zu einer solchen Eigenbeteiligung im Gesundheitswesen. Die Regierung sei bereit, ein solches Gesetzt auch auf andere Bereiche auszuweiten, so Jyllands-Posten. Mehrere Schulrektoren kritisieren jedoch das Vorhaben der Regierung. Ihnen zufolge seien die Kinder die Leidtragenden, wenn ihre Eltern die Nachrichten der Schulen nicht verstehen, und von vereinbarten Treffen fernbleiben.

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