Megafon-Umfrage

Der Ruf nach Smartphone-Verbot während der Schulzeit wird lauter

Dominik Dose
Dominik Dose Online-Redaktion
Kopenhagen
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Smartphones werden in der Gesellschaft zunehmend als störend empfunden. Acht von zehn Teilnehmern einer neuen Megafon-Umfrage wünschen sich ein Verbot an dänischen Schulen. Auch in anderen europäischen Staaten wird bereits darüber debattiert.

Für Schüler sollte während der gesamten Schulzeit ein Smartphone-Verbot herrschen. Dieser Meinung ist ein Großteil der Befragten einer neuen Megafon-Umfrage, die im Auftrag der Zeitung Politiken und des Fernsehsenders TV2 durchgeführt wurde.

Acht von zehn Teilnehmern antworteten, dass sie sich an dänischen Schulen ein generelles Verbot von Handys und Smartphones wünschen.

Laut der Organisation „Skole og Forældre“ spiegelt die Umfrage einen neuen Trend in der Bevölkerung wider, bei dem Smartphones zunehmend als störendes Element angesehen werden – auch in Schulen.

„In den vergangenen zehn Jahren haben Schulen versucht, die technische Entwicklung auszunutzen und Smartphones aktiv in den Unterricht mit einzubinden, doch nun erleben viele Schulen, dass die Geräte viel zu viel Zeit und Aufmerksamkeit auf sich ziehen“, sagt die Vorsitzende der Organisation, Mette With Hagensen, zu Politiken.

In den Pausen wird nicht mehr miteinander gespielt

Vor allem in den Pausen habe sich die negative Entwicklung gezeigt, da die Schüler immer weniger miteinander spielen, sondern sich stattdessen mit ihren Smartphones beschäftigen.

Nicht nur in Dänemark wird der Widerstand gegen die mobilen Geräte größer. Auch in einer Reihe anderer europäischer Staaten wird über ein Smartphone-Verbot während der Schulzeit debattiert.

Die französische Regierung hat im Dezember beschlossen, dass die Schüler ab dem kommenden Schuljahr ihre Mobiltelefone zu Hause lassen müssen.

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