Umfrage

Bürger vertrauen Ärzten und Bibliothekaren – nicht Politikern und Journalisten

jt
Kopenhagen
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Foto: dpa (Symbolfoto)

In einer neuen Umfrage zur Glaubwürdigkeit liegen Angestellte im Gesundheitswesen und Bibliothekare hoch im Kurs. Politiker und Journalisten schneiden schlecht ab.

Wenn das richtige Buch gefunden werden soll, dann vertrauen die dänischen Bürger gerne den Angestellten in den Büchereien des Landes. Das zeigt eine neue Glaubwürdigkeitsuntersuchung des Meinungsforschungsinstitutes Radius, in der das Vertrauen der Bürger in 26 verschiedene Berufe untersucht wurde.

Insbesondere Hebammen, Krankenschwestern und Ärzte bekommen in der Umfrage Spitzenplatzierungen. Auch die bereits erwähnten Bibliothekare sind erstmalig in der Top-5 vertreten – für die Vorsitzende des Bibliothekarverbandes, Tine Segel, keine Überraschung. Eine hohe Glaubwürdigkeit ist ihr zufolge ein wesentlicher Bestandteil der Jobbeschreibung.

„Bibliothekare wollen und können einen glaubwürdigen Service anbieten. Wir können zudem mit Quellenkritik umgehen“, so Segel zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Minder glaubwürdig erscheinen Journalisten, Autoverkäufer und Politiker in den Augen der dänischen Bürger. Doch trotz des schlechten Ergebnisses können sich Journalisten laut Radius freuen, denn ihre seit zehn Jahren schlechten Umfrageergebnissen sind 2018 etwas besser.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Eine Chance für DR“