Haushaltsüberschuss: Dänemark ist das sechste Jahr in Folge EU-Meister

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Dänemark ist EU-Spitzenreiter, wenn es darum geht, nicht mehr Geld auszugeben, als eingenommen wird. Dies unterstreicht ein Bericht von Danmarks Statistik. Er vergleicht die Überschüsse oder Defizite der 27 EU-Länder in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung mit der Größe ihrer Volkswirtschaften gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP). Dänemark führt die Liste zum sechsten Mal in Folge an, mit einem Haushaltsüberschuss von 133,3 Milliarden Kronen im vergangenen Jahr, was 4,5 Prozent des BIP entspricht. Irland und Zypern kommen dem nahe, aber es reicht diesmal nicht, um Dänemark vom Thron zu stoßen. Erik Bjørsted, Chefökonom bei Dansk Metal, verweist auf die starke Beschäftigung als einen der Hauptgründe für die steigenden Steuereinnahmen. Gleichzeitig bedeutet die niedrige Staatsverschuldung, dass die Zinsausgaben relativ gering sind. „Wenn man die Einlagen des Staates bei der Nationalbank und die Vermögenswerte des öffentlichen Sektors berücksichtigt, hat der öffentliche Sektor in Dänemark überhaupt keine Schulden, sondern ein Nettovermögen von fast 700 Milliarden Kronen“, so der Volkswirt. Dänemark ist eines von nur sechs Ländern, die im vergangenen Jahr einen Überschuss verzeichneten. 2024 erfüllten 16 der 27 EU-Länder die Vorgabe des Maastricht-Vertrags, wonach das Defizit maximal drei Prozent des BIP betragen darf. Die EU verlangt auch eine maximale Verschuldung von 60 Prozent des BIP des Landes. 15 der 27 Mitgliedsstaaten halten dies ein.