Dänemark kauft Luftabwehrsysteme in Europa in historisch großem Umfang

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Der größte Waffenkauf in der Geschichte Dänemarks ist Realität. Das Verteidigungsministerium hat grünes Licht für die Anschaffung von acht bodengestützten Luftabwehrsystemen für Mittel- oder Langstreckenraketen für mehr als 50 Milliarden Kronen erhalten. Dies gab Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen (Venstre) in einer Pressemitteilung bekannt. Er bezeichnete die Anschaffung darin als einen „Quantensprung“ in Bezug auf die Verteidigungsfähigkeit. Die Luftabwehr wird von vier europäischen Herstellern bezogen. Damit wurde das amerikanische Patriot-System nicht ausgewählt – die Liefergeschwindigkeit sei hier ausschlaggebend gewesen. Das Langstreckensystem SAMP/T wird von einem französisch-italienischen Hersteller bezogen. Es soll 2028 oder 2029 einsatzbereit sein. Die Mittelstreckensysteme kommen von einem norwegischen, deutschen und französischen Hersteller. Dänemark verfügt seit 2004 über keine bodengestützten Luftabwehrsysteme mehr. Zum Vergleich: Die 27 F35-Kampfflugzeuge Dänemarks kosteten rund 16 Milliarden Kronen und waren damit die bislang größte Einzelbeschaffung von Waffen in Dänemark.