Blaue Parteien offen für Bündnis mit den Radikalen

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Mehrere Parteien des bürgerlichen blauen Blocks sind offen für die Bildung einer Mitte-Rechts-Regierungskonstellation mit den Radikalen. Das sagt Pernille Vermund, Vorsitzende der Neuen Bürgerlichen (Nye Borgerlige). Die Partei wolle nicht ausschließen, dass sie den Radikalen oder den Moderaten nach der Parlamentswahl Stimmen für eine Regierungsbeteiligung geben könnte. „Für uns geht es um den politischen Inhalt, und wir schließen keine Partei aus“, sagt sie gegenüber „Berlingske“ am Sonntag.

Eine Gemeinsamkeit sei laut Vermund die Verteilungspolitik. Sie weist jedoch darauf hin, dass ihre Partei keine Einwanderungspolitik der Radikalen im Regierungsprogramm akzeptieren wird. „Es geht um die Einsicht, dass es sich bei der Zuwanderung nach Dänemark, insbesondere aus muslimischen Ländern, weder um gute Arbeitskräfte noch um Menschen handelt, die weitgehend gesetzestreue Bürgerinnen und Bürger sind. Diese Einsicht ist bei Radikale Venstre noch nicht angekommen“, sagte sie der Zeitung.

Vermunds Ankündigung kommt nach einer Einladung der Liberalen Allianz and die Sozialliberalen, sich einer möglichen zukünftigen Regierungskonstellation anzuschließen. Auch die Dänische Volkspartei (Dansk Folkeparti) und die Dänemarkdemokraten (Danmarksdemokraterne) könnten sich die Radikalen als Unterstützungspartei für eine Mitte-Rechts-Regierung vorstellen.