Kunst

Für Stine Maj ist das Malen ein wertvoller Freiraum

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Zuerst malte Stine Maj ein abstraktes Gemälde, aber der Künstlerin fehlte etwas. Mit dem Gesicht und den verträumt verschlossenen Augen wurde es ein Werk, auf das sie noch heute stolz ist.

Für eine Sonderburgerin führte die Corona-Pandemie zu einem Hobby, das sie heute nicht mehr missen möchte. In den kommenden Monaten sind ihre farbintensiven Werke in der Galerie bei „De Kreative“ zu kaufen.

Schon als kleines Mädchen war die gebürtige Gravensteinerin Stine Maj ein kreatives Kind. „Ich war wohl zwölf Jahre alt, als ich mein erstes Ölgemälde malte“, meint sie lächelnd. Heute ist sie 41, lebt auf der Festland-Seite von Sonderburg, ist Mutter zweier Kinder und gehört im Sonderburger Krankenhaus zum festen Operationsteam.

Nach vielen Jahren Pause fing sie 2021 wieder mit dem Malen an. „Es war Corona und ich war damals gestresst. Ich fand heraus, dass mir das Malen eine Art Ruhe verschaffte. Es wurde mein Freiraum“, sagt die Künstlerin, die sich mit einer Tasse Kaffee in Silvia Stegers Galerie bei „De Kreative“ in der Perlegade an den Tisch setzt.

Heute arbeitet sie halbtags i Krankenhaus und widmet sich in ihrer Freizeit unter anderem ihrer Kunst.

Für mich ist es immer etwas, was rausmuss. Ob ein Licht oder eine Landschaft. Es sind die magischen Kontraste, die mich fangen.

Stine Maj

Auf ihren Gemälden zeigt sie die wilde Natur, abstrakte Motive oder bekleidete und auch nackte Frauen. „Für mich ist es immer etwas, was rausmuss. Ob ein Licht oder eine Landschaft. Es sind die magischen Kontraste, die mich fangen“, sagt die Künstlerin. Die Inspiration für die farbintensiven Landschaften holt sie sich oft im Familien-Sommerhaus in Søndervig an der Westküste. „Man soll spüren, wie der Wind durch das Haar weht“, meint sie. 

Zu ihren Kunstwerken zählen auch diese kleineren Werke, wo die kleinen schwarzen Menschen sich in pompösen, abstrakten Gegenden aufhalten.

Von Kopenhagen zurück nach Nordschleswig

Stine Maj ist in Gravenstein (Gråsten) aufgewachsen. Mit 20 Jahren zog es die Krankenschwester in die Landeshauptstadt Kopenhagen. Als sie 32 Jahre alt war, zogen sie und ihr Mann, der ebenfalls Nordschleswiger ist, wieder zurück in die Heimat. „Unsere Tochter sollte in einer ländlichen Umgebung in der Nähe unserer Familie aufwachsen“, erklärt sie. Neben Kursen in einer Sommerschule hat sie unter anderem auch einen Kursus beim Künstler Adam Gabriel in der Sonderburger Kunstschule belegt. Sie liebt es, neue Techniken auszuprobieren, bleibt sich aber auch selbst immer treu: „Ich muss irgendwie auch mein eigenes Ding machen können.“

Sie will nicht in eine bestimmte Schublade gesteckt werden: „Ich habe immer Lust, etwas Neues auszuprobieren. Ich bewege mich.“ Stine Maj hat bislang schätzungsweise 100 Gemälde geschaffen. Sie verkauft im Schnitt 20 bis 25 Objekte im Jahr. Sie hat im Sonderburger Krankenhaus, im Ärztehaus in der Møllegade, bei einem Chiropraktor der Landwirtschaftsschule in Gravenstein und auch beim Farbenhändler Jacobsen in Sonderburg ihre Werke ausgestellt.

Stine Maj zwischen ihren Kunstwerken, die in den folgenden Monaten bei „De Kreative" ausgestellt werden.

In den folgenden Monaten werden einige ihrer Arbeiten im Geschäft „De Kreative“ zu sehen und kaufen sein. Am Sonnabend, 17. Januar, wird die Ausstellung in der Perlegade 57 offiziell von 11 bis 13 Uhr mit einer Vernissage eingeläutet. Dort können alle die Künstlerin selbst antreffen und sich mit ihr unterhalten. 

Eine Allee voller blühender Bäume