Minderheit

Ein Papier der Regierung sichert die deutschen Schulen

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Harro Hallmann hat sich seit geraumer Zeit dafür eingesetzt, dass die Regierung schriftlich zusichert, dass sie die Schulen der Minderheit als Volksschulen betrachtet (Archivfoto).

Die Schulen der Minderheit sind den dänischen Volksschulen gleichgestellt. Dies hat die dänische Regierung erstmalig schriftlich zugesichert. Die Erklärung schützt die Schulen vor Kürzungen der Zuschüsse.

Harro Hallmann hat sich hartnäckig für dieses Dokument eingesetzt – obwohl er hofft, dass es in der Schublade liegen bleiben kann.

„Es ist für uns und die Schulen beruhigend zu wissen, dass wir diese Erklärung haben“, sagt der Leiter des Kopenhagener Sekretariats des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN).

Kulturminister Jakob Engel-Schmidt (Moderate) hat schriftlich erklärt, dass die Regierung „die Schulen der deutschen Minderheit als Volksschulen der deutschen Minderheit anerkennt und diese Schulen grundsätzlich als gleichgestellt mit der dänischen Volksschule zu betrachten sind“.

Bereits vor 15 Jahren hat die damalige Regierung die Grundschulen der Minderheit finanziell mit den dänischen Volksschulen gleichgestellt. Wechselnde Ministerinnen und Minister sowie Fraktionsabgeordnete haben seither versichert, dass man daran festhalten möchte.

„Mehrheiten wechseln bekanntlich und man weiß nie, was passieren kann. Jetzt hat die Regierung uns schriftlich bestätigt, was die Politik uns mündlich zugesichert hat“, so Hallmann.

Dokument bringt Planungssicherheit

Daher hat der BDN sich seit geraumer Zeit dafür gearbeitet, dass die Regierung schriftlich bestätigt, dass sie die Minderheitenschulen als Volksschulen anerkennt. Dies gelang dann, als der Ausschuss für die Deutsche Minderheit im Folketing eine Anfrage an Engel-Schmidt als zuständigen Minister richtete.

„Es ist durchaus möglich, dass es nie aktuell wird, diese Erklärung aus der Schublade zu holen. Aber sie gibt uns die Sicherheit, dass die Politik die Zuschüsse für die Schulen nicht weg spart, falls die Kassen knapp werden.“

Hallmann denkt jedoch, dass die Erklärung gegenüber den Kommunen eine Rolle spielen kann. Diese haben in einigen Fällen argumentiert, man könne die deutschen Schulen nicht gegenüber anderen freien und privaten Schulen bevorteilen.

„In diesen Fällen kann das Dokument nützlich werden. Das müssen wir austesten“, sagt Harro Hallmann.

Der BDN-Hauptvorstand wird sich bei seiner Sitzung am Montag mit dem Thema befassen.

Die Erklärung der Regierung

Regeringen kan bekræfte, at den anerkender det tyske mindretals skoler som folkeskoler for det tyske mindretal, og at disse skoler principielt skal betragtes som ligestillede med den danske folkeskole.

Samtidig har der igennem de seneste årtier udviklet sig en praksis, hvor man fra både dansk og tysk (slesvig-holstensk) side anerkender, at henholdsvis det danske og det tyske mindretalsskolevæsen har samme status som det offentlige skolevæsen og derfor principielt bør være økonomisk ligestillet med dette.

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Die Regierung bestätigt hiermit, dass sie die Schulen der deutschen Minderheit als Volksschulen der deutschen Minderheit anerkennt und, dass diese Schulen grundsätzlich als gleichgestellt mit der dänischen Volksschule zu betrachten sind.

Außerdem hat sich in den vergangenen Jahrzehnten eine Praxis entwickelt, wonach sowohl auf dänischer als auch auf deutscher (schleswig-holsteinischer) Seite anerkannt wird, dass das dänische beziehungsweise das deutsche Minderheitenschulwesen denselben Status wie das öffentliche Schulwesen hat und daher grundsätzlich auch finanziell gleichgestellt sein sollte.

(Übersetzung des „Nordschleswigers“ mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz)