Deutsche Minderheit

Der erste Weihnachtsmarkt an der Schule ein voller Erfolg

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Mit einem Lucia-Umzug auf einem Schulhof voller Menschen begann der Weihnachtsmarkt.

Für die Deutsche Schule Sonderburg war der erste Weihnachtsmarkt ein Probeballon: Erstmals konnten alle Altersklassen einer ganzen Schule gemeinsam Weihnachten feiern. Warum das neue Konzept bei den Teilnehmenden und der Schule so ausgezeichnet ankam.

Am Sonnabend präsentierte sich die Deutsche Schule Sonderburg in einem neuen Gewand. Ob in den Gängen, auf dem Schulhof, in der Sporthalle oder in mehreren Klassenräumen: Überall duftete und schmeckte es nach Weihnachten. Die Gäste erwarteten ein Umzug, ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm, eine Tombola, verschiedene Werkstätten, Kaffee und Punsch.

Im ganzen Schulgebäude wurde gelacht, gebastelt, geschmaust und gefeiert. Sogar der Weihnachtsmann war von Grönland nach Sonderburg in die Arnkilgade gereist, um sich dort mit den auf dem Flur gespannt wartenden Kindern zu unterhalten. Vor seinem Raum bildete sich auf dem Korridor schnell eine lange Schlange.

Bei drei gleichen Dekos eine Prämie

Eine Schlange gab es auch beim Freundeskreis, der im offenen Eingangsbereich unter dem Dach einen reich verzierten Tisch für ein unterhaltsames Quiz aufgebaut hatte. Die drei weihnachtlichen Botinnen forderten die Eltern und Kinder dazu auf, ein rotes Stück Holz auf den Tisch klatschen zu lassen. Den Klatscher bewerteten die drei Damen mit einer Weihnachtsdekoration, die sie aus einer Kiste vor sich herauszogen. Hielten alle drei identische Dekos hoch – zum Beispiel eine Weihnachtskugel oder einen Stern – so gewann der Gast eine Prämie.

Auf dem Schulhof sorgten Janne Andersen, Angelika Sauer und Susann Beer mit ihren frischen Kommentaren und Einlagen für eine großartige Stimmung. Wer keine Prämie gewann, erhielt als Trostprämie eine Süßigkeit.

Mutter Elisabeth suchte sich beim Freundeskreis schnell einen Hund aus – einen weichen Nordi.

Zu den ersten Gewinnerinnen und Gewinnern der gelungenen Freundeskreis-Initiative gehörte das Ehepaar Elisabeth und Stefan, das vor vier Monaten mit ihrer Tochter Eva von München nach Sonderburg gezogen ist. Die Mutter schnappte sich den kuscheligen weißen Nordi-Hund. 

Bumperballs eine Riesengaudi

Melanie Bertelsen und Sandrine Loeck verkauften am Eingang der Sporthalle für die Schulfreizeitordnung (SFO) 600 Lose einer ebenfalls mit Prämien gespickten Tombola. Die Gewinne hatten die Eltern gespendet. Wenn Geschenke übrig bleiben – und das tun sie nie, so die beiden – sind diese im kommenden Jahr wieder dabei.

In der Halle amüsierten sich die Kinder kreischend und jauchzend in den großen durchsichtigen Bumperballs. Jungen und Mädchen schlüpften in ein großes Loch in der Mitte der Bälle und rollten anschließend so schnell wie möglich gegen die Gegner in den anderen Bällen. Eine gelungene Mischung aus Spannung und Spaß, was nicht zu überhören war.

Wilma im Bumperball. Dem Mädchen gefiel das Toben in der Halle so ausgezeichnet, dass sie gar nicht wieder aufhören wollte.

In einem der Bälle hing die zwölfjährige Wilma, deren Mutter Karen Løh schmunzelnd vom Hallenrand zusah. Ihr gefiel der neue Weihnachtsmarkt: „Ich finde es gut, dass man alles an einem Tag kombiniert und gleichzeitig mit vielen Aktivitäten verbindet. Hier kann die ganze Familie dabei sein, und man bestimmt selbst, wie man die Stunden verbringt.“ Für Karen Løh ist der Markt ein Plus, weil sich die Schule mit einer solchen Aktion erneuert und mit der Zeit geht. 

Ich finde es gut, dass man alles an einem Tag kombiniert und gleichzeitig mit vielen Aktivitäten verbindet. Hier kann die ganze Familie dabei sein, und man bestimmt selbst, wie man die Stunden verbringt.

Karen Løh

Alle feiern zusammen

Der SP-Politiker und bis Jahresende auch stellvertretende Bürgermeister im Sonderburger Stadtrat, Stephan Kleinschmidt, hatte viel zu schleppen. Sein Sohn Julius hatte immer wieder beim Freundeskreis großes Glück. Auch der Politiker war von dem neuen Konzept des Weihnachtsmarkts begeistert: „Ich finde es einfach toll. Das Angebot ist so vielfältig. Man kann machen, wozu man Lust hat.“

Schulleiterin Henriette Tvede Andersen konnte am Montag ein positives Fazit ziehen: „Wir fanden, es war eine sehr gelungene Veranstaltung. Das Bühnenprogramm war abwechslungsreich, und alle konnten selbst bestimmen, ob sie aktiv sein wollten oder eine Pause in der Kaffeestube einlegen wollten.“

Der SP-Politiker Stephan Kleinschmidt mit all den Prämien, die sein ältester Sohn Julius beim Freundeskreis gewonnen hat.

Für sie bestand kein Zweifel: Der erste gemeinsame Weihnachtsmarkt wird eine neue Tradition, „weil wir so alle zusammen feiern können.“ Früher feierten die Unter-, Mittel- und Oberstufe je für sich.

Hier noch einige Fotos vom Weihnachtsmarkt: 

Die Kinder turnten auf dem Schulhof an den Geräten, als der Lucia-Umzug wieder in die Schule ging.
Der Weihnachtsmann (Jakob Picker) hatte viel zu tun. Nachdem er beim Beginn des Weihnachtsmarkts vom Fenster aus den vielen Gästen zugewinkt hatte, standen im ersten Stock Kinder und Erwachsene sofort Schlange.
Der Freundeskreis sorgte auf dem Schulhof für Spannung. Wer nach einer Fanfare von den drei Damen drei gleiche Dekos erhielt, durfte sich eine Prämie am Tisch holen.
Oskar Faurholm und Tim Zimmermann waren die coolen Jungs, die als erste ein paar Herzen zum Advent nähten.
Melanie Bertelsen (r.) und Sandrine Loeck bei der Tombola der Schulfreizeitordnung
Vitus dekorierte eine Kerze mit frischem Tannengrün aus dem Wald.
„Was wünscht ihr euch zu Weihnachten?“, fragte der Weihnachtsmann die Kinder.