Fachkräftemangel

Arbeiten, wohnen, ankommen: Gemeinsame Messe zeigt Perspektiven in Nordschleswig

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Schon am Eingang wurden die Besuchenden freundlich in Empfang genommen und mit lilafarbenen Beuteln ausgerüstet, um sich an den Messeständen mit Infomaterial eindecken zu können.

Jobwechsel, Umzug, Neuanfang? Die vier nordschleswigschen Kommunen laden dazu ein, Arbeit, Wohnen und Alltag im Grenzland kennenzulernen. Die gemeinsame Wohn- und Jobmesse richtet sich auch an Interessierte aus Deutschland – und bietet frühzeitig Orientierung für alle, die ihre Zukunft in Nordschleswig planen.

Wer überlegt, in Nordschleswig zu leben und zu arbeiten, bekommt im September die gebündelte Gelegenheit zur Orientierung: Am Freitag, 18. September, veranstalten die Kommunen Apenrade (Aabenraa), Hadersleben (Haderslev), Sonderburg (Sønderborg) und Tonderngemeinsam mit dem UdviklingsRåd Sønderjylland erneut eine Wohn- und Jobmesse. Austragungsort sind in diesem Jahr die Tondernhallen (Tønderhallerne).

Die Messe findet bereits zum dritten Mal statt und hat sich in kurzer Zeit zu einem wichtigen Treffpunkt für Menschen entwickelt, die sich beruflich oder privat neu orientieren möchten – sei es innerhalb Nordschleswigs, aus anderen Teilen Dänemarks oder aus dem Ausland. Auch für deutschsprachige Interessierte und potenzielle Zuziehende aus Deutschland soll die Veranstaltung einen niedrigschwelligen Einstieg bieten.

Bürgermeister Jørgen Popp Petersen (Schleswigsche Partei) freut sich darauf, erstmals Gastgeber dieser Wohn- und Jobmesse in Tondern sein zu dürfen. „Indem wir über die kommunalen Grenzen hinweg zusammenstehen, können wir die ganze Bandbreite dessen zeigen, was Nordschleswig zu bieten hat“, sagt Popp Petersen. „Wir brauchen neue Bürgerinnen und Bürger ebenso wie Arbeitskräfte. Die Messe schafft dafür ganz konkrete Verbindungen zwischen Menschen und Möglichkeiten.“

Im vergangenen Jahr wurde die Wohn- und Jobmesse in der Apenrader Arena von rund 1.000 Interessierten besucht.

Jobs, Wohnungen und Fragen des Alltags

Im Mittelpunkt stehen konkrete Angebote und Informationen:
Unternehmen aus ganz Nordschleswig stellen sich vor und informieren über aktuelle sowie künftige Jobmöglichkeiten. Ergänzt wird das Angebot durch Banken, Immobilienagenturen, Wohnungsbaugesellschaften und Bauunternehmen, die Einblicke in den Wohnungsmarkt geben – von Mietangeboten bis hin zum Eigenheim.

Darüber hinaus geht es um ganz praktische Fragen des Alltags: Steuern, Kinderbetreuung, Schulen sowie Kultur- und Freizeitangebote. Wer möchte, kann außerdem mit Menschen ins Gespräch kommen, die selbst den Schritt nach Nordschleswig gewagt haben und von ihren Erfahrungen berichten.

Frühzeitige Orientierung ausdrücklich erwünscht

Auch „Der Nordschleswiger“ war auf der Wohn- und Jobmesse in Apenrade mit einem Stand (am linken Bildrand) vertreten.

Dass die Messe bereits jetzt angekündigt wird, ist kein Zufall. Die Kommunen rechnen erneut mit über 1.000 Besuchenden. Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen, dass viele Interessierte ihre beruflichen und privaten Schritte langfristig planen. 2025 reisten unter anderem Studierende aus Städten wie Aarhus und Odense an, um sich frühzeitig über Perspektiven im Süden des Landes zu informieren.

Zielgruppe sind vor allem Menschen im erwerbsfähigen Alter – Fachkräfte, Rückkehrende, Familien und alle, die sich ein Leben im deutsch-dänischen Grenzland vorstellen können. Gleichzeitig richtet sich die Messe auch an Menschen, die bereits in Nordschleswig leben und neue berufliche Möglichkeiten in der Region ausloten möchten.

Termin vormerken

Die Veranstalter empfehlen, sich den Termin bereits jetzt vorzumerken. Weitere Informationen zum Programm, zu teilnehmenden Unternehmen und zu praktischen Details sollen in den kommenden Monaten veröffentlicht werden.

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