Deutsche Minderheit

Minderheit wählt neue Spitze: Zwei Duelle bei BDN-Delegiertenversammlung

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Wer wird ab Juni 2026 die Spitzenposten in der deutschen Minderheit besetzen?

BDN-Wahl: Wer folgt auf Hinrich Jürgensen? Am 2. Juni kämpfen vier Personen um zwei Spitzenposten beim Bund Deutscher Nordschleswiger. Alle Kandidatinnen und Kandidaten im Überblick.

Bei der Delegiertenversammlung des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN), der Dachorganisation der deutschen Minderheit in Dänemark, kommt es am 2. Juni in Tingleff (Tinglev) mindestens zu zwei Duellen. Denn es wird nicht nur um den Hauptvorsitz gekämpft, sondern auch im Rennen um den 2. Vorsitz des BDN haben sich jetzt zwei Kandidaten gemeldet.

Der Vorsitz des BDN besteht aus drei Posten: dem Hauptvorsitz, dem 2. Vorsitz und dem Vorsitz im Kulturausschuss.

Für die Nachfolge des jetzigen Hauptvorsitzenden Hinrich Jürgensen haben Claudia Knauer aus Apenrade (Aabenraa) und Stephan Kleinschmidt aus Sonderburg (Sønderborg) bereits ihre Kandidatur angekündigt.

Auch Duell um den Vizeposten

Rasmus B. Jessen möchte weiterhin 2. Vorsitzender beim BDN sein.

Neu ist, dass es jetzt auch zwei Kandidaten für den Posten als 2. Vorsitzenden gibt. Der amtierende 2. Vorsitzende Rasmus B. Jessen aus Tondern (Tønder) wird von Jan Wachtberg Schmidt, Konrektor an der Deutschen Schule Sonderburg, herausgefordert. 

„Es ist für eine demokratische Organisation wie den BDN eine gute Sache, wenn es bei Personenwahlen auch tatsächlich eine Wahl gibt. Das haben die Delegierten nun am 2. Juni, wenn es um den Hauptvorsitz und die Stellvertretung geht“, sagt Uwe Jessen, Generalsekretär des BDN.

20 Personen vorgeschlagen

Jan Wachtberg Schmidt kandidiert für den Posten als 2. Vorsitzender. Er ist Konrektor an der Deutschen Schule Sonderburg und in Theaterkreisen aktiv (Foto).

Jessen hat in den vergangenen Wochen die 20 Personen angesprochen, die für die drei Posten vorgeschlagen worden sind. Von denen haben sich fünf bereit erklärt zu kandidieren.

Für den Hauptvorsitz wurden insgesamt 18 Personen vorgeschlagen. Neben Knauer und Kleinschmidt, die bereits ihre Kandidaturen veröffentlicht hatten, sollen laut unseren Informationen alle 16 Frauen, die „Der Nordschleswiger“ im Mai 2023 als potenzielle Kandidatinnen für den Hauptvorsitz aufgelistet hatte, vorgeschlagen worden sein.

Für den Vorsitz-Posten des Kulturausschusses gab es nur einen Vorschlag und eine Zusage: Marion Petersen, Schulleiterin an der Deutschen Schule Lunden, möchte als Kulturausschussvorsitzende gerne weitermachen.

Liste nicht endgültig

Marion Petersen
Marion Petersen möchte den Posten als Kulturausschussvorsitzende weiterhin ausüben.

Die Liste der Kandidatinnen und Kandidaten ist nicht endgültig. Laut Geschäftsordnung des Bundes Deutscher Nordschleswiger sind Personenvorschläge „von den Delegierten eines Bezirks und/oder den Bezirksvorständen den Gremien des Bundes Deutscher Nordschleswiger und der Schleswigschen Partei über die/den Bezirksvorsitzende/n spätestens 4 Wochen vor der Wahl an das Deutsche Generalsekretariat einzureichen“.

Außerdem können bei der Delegiertenversammlung am 2. Juni „weitere Personen vorgeschlagen werden, wenn die Kandidatur der Betreffenden von mindestens 20 Delegierten unterstützt wird“.

Im Überblick

Es gibt bislang folgende Kandidatinnen und Kandidaten für die drei Posten im BDN-Vorsitz. Die Wahlen finden am 2. Juni in der Deutschen Nachschule in Tingleff statt. „Die Gewählten treten ihr Amt unmittelbar nach der Wahl an“, heißt es in der Geschäftsordnung des BDN.

Für Hinrich Jürgensen, der nach 19 Jahren als Hauptvorsitzender zurücktritt, soll es im Juni einen Abschiedsempfang geben.

Hauptvorsitz (18 Vorschläge)
Claudia Knauer
Stephan Kleinschmidt

Stellvertretender Hauptvorsitz (3 Vorschläge)
Rasmus B. Jessen
Jan Wachtberg Schmidt

Vorsitz Kulturausschuss (1 Vorschlag)
Marion Petersen

Mehr zum Thema: Die Minderheit wählt

Auf unserer Themenseite „Minderheit wählt“ gibt es die gesamte Berichterstattung rund um die Wahl und die Kandidierenden zum neuen Hauptvorsitz, dem stellvertretenden Hauptvorsitz sowie dem Vorsitz des Kulturausschusses. Gewählt wird bei der Delegiertenversammlung am 2. Juni 2026.