Deutsche Minderheit

Mehr Kunstverständnis: BDN-Ortsverein besucht NordArt

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Gespannt verfolgen Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Informationen der Führungsleiterin.

Mitglieder des Apenrader Ortsvereins des Bundes Deutscher Nordschleswiger besuchten die größte internationale Kunstausstellung Europas – und ließen sich dort bei einer Führung Wissenswertes berichten.

„Wirklich interessant“, sagt Hans Thomas Lorenzen über die Führung bei der Kunstausstellung „NordArt“, zu der der Apenrader Ortsverein des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN) eingeladen hatte.

Eine Grafikstudentin hatte die Gruppe aus Nordschleswig am Eingang des Ausstellungsgeländes in Empfang genommen und an die künstlerischen Geheimnisse ausgewählter Werke herangeführt.

Ein erster Stopp war eine Skulptur im Skulpturenpark an der Carlshütte. Große, mehrere Meter hohe Stahlgeflechte, die sich aus dem Boden gen Himmel formen, symbolisiere einen Drachen und einen Phönix. Sie stellen in der asiatischen Kultur auch den Himmel und die Erde dar, bekamen, die Gäste zu wissen.

„Der Denker“ in neuem Design und mit neuer Aussage

Ein weiterer Halt war die Plastik eines Künstlers aus Südkorea, der Getränkekartons für seine Ausführung des Werkes von Rodin „Der Denker“ nutzte. Er machte damit unter anderem auf die Masse des Wohlstandsmülls aufmerksam, die die Welt belastet.

Kritik am Konsumgebaren der Menschen sowie der Klimawandel sind bei den Künstlerinnen und Künstlern der „NordArt“ ein zentrales Thema, das in verschiedenster Art und Weise dargestellt wurde. Durch die Führung bekamen die Gäste aus dem Grenzland „ein Gefühl für die Kunst“, wie eine Teilnehmerin sagte.

Im Anschluss erkundeten die Nordschleswigerinnen und Nordschleswiger die Ausstellung auf eigene Faust – mit neuen Sichtweisen und frischen Einblicken in die Welt der Kunst.

Ein Werk einer chinesischen Künstlerin, die unter anderem Lebenswege darstellen möchte

Ein gemeinsames Essen in einem Rendsburger Restaurant – mit Blick auf Kanal und Hochbrücke – rundete den Tag ab, bevor es in Fahrgemeinschaften wieder in Richtung Apenrade ging.