Deutsche Minderheit

Deutsche Minderheit unterstützt die Idee eines Folkemøde im Grenzland

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Hinrich Jürgensen (Archivbild)

Kann der frühere Schleswig-Holstein-Tag als Vorbild dienen? Die Region Süddänemark hat bereits Geld für eine Voruntersuchung bewilligt. Wie die Vision eines deutsch-dänischen Grenzlandtreffens Gestalt annimmt.

Die deutsche Minderheit in Nordschleswig unterstützt nun offiziell die Idee eines Folkemøde im deutsch-dänischen Grenzland. „Der dänische Grenzverein hat vorgeschlagen, dass es auch im Grenzland eine solche Veranstaltung geben sollte. Ich möchte heute im Namen der Minderheit diese Idee voll und ganz unterstützen“, sagte Hinrich Jürgensen, Hauptvorsitzender des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN), am Donnerstagabend in Sankelmark beim Jahresempfang des Deutschen Grenzvereins.

Hintergrund für den Vorschlag des Grænseforeningen-Vorsitzenden Mirco Reimer-Elster sind die hohen Kosten für die Teilnahme am ursprünglichen Folkemøde, das alljährlich in Allinge auf Bornholm stattfindet. Aus diesem Grund wolle Grænseforeningen künftig nicht mehr daran teilnehmen, so Reimer-Elster, der stattdessen zu einem ähnlichen Bürgerinnen- und Bürgertreffen im deutsch-dänischen Grenzland anregte.

Unterstützung und Geld

Unterstützung gibt es bereits von vielen Seiten, unter anderem von der Schleswigschen Partei, der Partei der deutschen Minderheit. „Die Idee von einem deutsch-dänischen Gegenstück zum Folkemøde ist ein Volltreffer“, hieß es in einer Pressemitteilung der Partei.

Vor Kurzem hat die Region Süddänemark zudem Geld für eine Voruntersuchung bewilligt.

„Ich möchte ein Modell vorschlagen. Ein Modell, das hier entwickelt wurde: den Schleswig-Holstein-Tag, den es leider nicht mehr gibt“, sagte Jürgensen.

Modell: Schleswig-Holstein-Tag

Der Schleswig-Holstein-Tag fand seinerzeit alle zwei Jahre statt, unter anderem in Eckernförde, Rendsburg und Flensburg. Dutzende von Organisationen, die Minderheiten, Ministerien und weitere Interessenten beteiligten sich daran. Auf Bühnen gab es Konzerte und Auftritte – alles über drei Tage hinweg und kostenlos für Besuchende und Aussteller.

„Ich könnte mir ein solches deutsch-dänisches Treffen sehr gut vorstellen. Das eine Mal in Husum, das nächste Mal in Hadersleben, in Ahrensburg und dann in Apenrade“, sagte Jürgensen.

Der BDN-Hauptvorsitzende forderte beim Jahresempfang des Grenzvereins die Verbände und Organisationen dazu auf, die Idee zu unterstützen.

Folkemøde auf Bornholm