Deutsche Minderheit

Vortrag: Was macht ein BDN-Hauptvorsitzender eigentlich?

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Königin Margrethe II., Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Hinrich Jürgensen (Bildmitte) am 13. Juni 2021 in Sonderburg

Im Frühjahr 2026 soll ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin für den BDN-Vorsitzenden Hinrich Jürgensen gewählt werden. Wie kam er damals zu dem Posten? Unter anderem das verrät er Mitte März im Deutschen Museum Nordschleswig.

Warum reist der BDN-Hauptvorsitzende jedes Jahr nach Kopenhagen und Berlin? Welche Befugnisse und Vollmachten hat er? Und wie haben sich die Aufgabenbereiche im Laufe seiner bald 20 Jahre geändert? Auf diese Fragen wird Hinrich Jürgensen auf Einladung des BDN-Ortsvereins Sonderburg (Bund Deutscher Nordschleswiger) am Montag, 17. März, 19 Uhr, im Deutschen Museum Nordschleswig antworten.

Der junge Landwirt Hinrich aus Baistrup (Bajstrup) hatte sich schon seit den 1980ern im Jugendforum und später beim Landwirtschaftlichen Hauptverein für Nordschleswig (LHN) politisch engagiert. Weiter ging es für ihn als Vertreter der Schleswigschen Partei (SP) mit dem Einzug in den damaligen Amtsrat in Nordschleswig, nach der Auflösung dessen in den Stadtrat der Kommune Apenrade (Aabenraa).

Seit 1993 bekleidete Hinrich Jürgensen verschiedene Posten beim BDN-Hauptvorstand. Als sein guter Kamerad und Freund Jes Jepsen aus Uk (Uge) verstarb, kandidierte Hinrich für den Posten als BDN-Hauptvorsitzender. Im Mai 2006 wurde er gewählt.

Als ich damals beim LHN aufhörte, da dachten viele: Wie soll das nun werden? Aber wenn ein Neuer kommt, dann ist der Alte in 14 Tagen vergessen. Überall gibt es einen stetigen Wandel, und niemand ist unersetzbar.

Hinrich Jürgensen

Frisches Blut ist immer gut

„Nächstes Jahr bin ich dann 20 Jahre im Amt! Das ist komisch“, sagt Hinrich Jürgensen kurz vor seinem Besuch in Sonderburg. Geplant hatte er, nur drei oder höchstens vier Perioden das Amt zu bekleiden. Seine Entscheidung hat er aber nie bereut: „Es gibt Zeiten, die sind schlimmer als andere. Aber als Hauptvorsitzender bin ich vielen spannenden und interessanten Menschen begegnet.“

In seiner Amtszeit hat er einen großen Wandel in der deutschen Minderheit miterlebt. Dass er im kommenden Jahr seinen Titel abgibt, bereitet ihm keine Sorgen. „Als ich damals beim LHN aufhörte, da dachten viele: Wie soll das nun werden? Aber wenn ein Neuer kommt, dann ist der Alte in 14 Tagen vergessen. Überall gibt es einen stetigen Wandel, und niemand ist unersetzbar“, meint er.

Wer mehr über seine Arbeit als Hauptvorsitzender hören möchte, der sollte am 17. März ins Deutsche Museum Nordschleswig kommen.

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