Handel

Goldschmied zeigt sein Handwerk in der Innenstadt

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Manfred Klingenberg Jensen arbeitet in seiner Werkstatt bei „De Kreative".

In der Vorweihnachtszeit können Besucherinnen und Besucher des Geschäfts „De Kreative“ in Sonderburg dem 73-jährigen Goldschmied Manfred Klingenberg Jensen bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Das Geschäft „De Kreative“ in der Sonderburger Fußgängerzone ist seit Jahren ein Paradies für Fans feiner handgemachter Produkte. Ob Teller, Taschen, Pullover, Schmuck, Kunst oder Glas – bei Silva Steger können vielfältige Handarbeiten von 30 verschiedenen Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerkern gekauft werden.

In den kommenden Wochen wird in der hinteren Ecke zudem an einem neu eingerichteten Arbeitsplatz kreiert, gefeilt, poliert und gelötet.

Dort arbeitet ein mit Lederschürze und Handschuhen ausgestatteter Mann ganz konzentriert an neuen Schmuckstücken: Der Sonderburger Goldschmied Manfred Klingenberg Jessen (73) lässt sich bis Weihnachten auf die Finger schauen.

Ein Stück Silber wird bearbeitet.

Schmuck zeigt, wer du bist

Für Frauen und Männer ist Schmuck eine sehr persönliche Sache, die oft auch den Charakter der Trägerin oder des Trägers widerspiegelt. Schmuck unterstreicht verschiedene Moderichtungen und Trends.

Ob Ring, Halskette oder Armband – bei Manfred Klingenberg Jensen erhält der Schmuck ein ganz besonderes Design. Seine Arbeiten sind stilistisch eine Mischung aus roh und schön. „Ich mag es, etwas Neues auszuprobieren. Schau dir mal diesen Ring an. Im Augenblick habe ich einen Hang zu kleinen Kugeln“, meint er und zieht einen etwas gröberen Silberring mit mehreren kleinen blitzenden Kugeln aus der schwarzen Schmuckschatulle in der Ausstellung.

Ich mag es, etwas Neues auszuprobieren. Schau dir mal diesen Ring an. Im Augenblick habe ich einen Hang zu kleinen Kugeln.

Manfred Klingenberg Jensen

Statt Literatur Schmuckproduktion

Der Umgang mit Gold und Silber darf für ihn nie zu einer Arbeit werden. „Es muss etwas sein, wozu ich Lust habe. Sonst wird es zur Pflicht. Mir gefällt es, Neues entstehen zu lassen“, erklärt er.

Zur Goldschmiedekunst gelangte er durch einen Zufall. Nach einem schweren Arbeitsunfall als Elektriker kam er 1989 zur Heimhochschule Jaruplund. Dort wollte er sich eigentlich auf die Literatur stürzen, kam dann aber auf die Schmucklinie. „Und das roch ja für mich ein wenig nach Handwerk“, meint er lächelnd. Das war für ihn der Beginn eines neuen Daseins.

Manfred Klingenberg Jensen bei der Arbeit

Seine Lieblinge sind die Ringe

Manfred lächelt einer Frau zu, die sich vor seiner kleinen Werkstatt in „De Kreative“ stehend genauestens seine vielen verschiedenen Schmuckstücke anschaut. „Die sehen ja toll aus“, sagt sie anerkennend. In seiner Werkstatt entstehen Kunstwerke für Frauen, Männer und auch Kinder. „Aber meistens für Frauen“, meint er. Eine seiner Lieblingsproduktionen sind Ringe.

Die Mode in den Ringen variiert. Mal sind sie schmal, mal breit, mal zierlich, mal gewaltig. Was dem Goldschmied aber aufgefallen ist: Die deutschen Kundinnen bevorzugen die größeren Exemplare. Da dürfen die schönen Schmuckstücke auch gern mal auffallen.

Manfred Klingenberg Jensen hat eine breite Auswahl verschiedener Schmuckstücke dabei.

Der Kontakt zu cer Kundschaft im Geschäft ist einer der Gründe, warum seine Werkstatt in der Vorweihnachtszeit von zu Hause in die Fußgängerzone zog. „So mach ich ein wenig Reklame für meine Arbeit. Das kommt mir und den anderen Ausstellern hier bei ’De Kreative‘ zugute. Ich mag es, wenn die Kundschaft auf meine Arbeit reagieren“, versichert der Goldschmied.

Manfred Klingenberg Jensen sitzt im hinteren Teil des Geschäfts „De Kreative".
In der Werkstatt eines Goldschmieds gibt es viele Hilfsmittel.
Ringe in verschiedenen Größen