Deutsche Minderheit

DPA: Eltern stellen ihre Berufe vor

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Schülerinnen und Schüler der achten Klassen der Deutschen Privatschule Apenrade hören Jan Breitenkamp Hansen bei der Vorstellung seines Berufes zu.

Sich für einen Beruf zu entscheiden, ist nicht immer einfach und stellt oftmals für junge Menschen eine Herausforderung dar. An der Deutschen Privatschule Apenrade durften nun Eltern aus ihrem Berufsleben erzählen.

„Was denkt ihr, wie sieht unser Alltag im Kindergarten aus?“, fragt Jan Breitenkamp Hansen die Schülerinnen und Schüler der achten Klassen an der Deutschen Privatschule Apenrade, während er vorn neben dem Pult steht.

Breitenkamp Hansen ist einer von zwei Vätern, die heute zu Besuch an der Schule sind. Es ist der dritte von drei UU-Tagen, UU steht dabei für „ungdoms uddannelse“ (Jugendbildung), an denen die Schülerinnen und Schüler mehr über das Berufsleben erfahren sollen.

Breitenkamp Hansen ist Leiter eines Kindergartens in Apenrade und findet: „Ich denke, wir sind gerade in einer Situation, in der nicht viele die Ausbildung zum Pädagogen wählen.“ Darum sei es ihm wichtig, zu vermitteln, wie viel Spaß der Job als Pädagogin oder Pädagoge mache und wie vielseitig der Beruf sein könne.

Eine Menge Fragen

Jan Breitenkamp Hansen macht Werbung für den Beruf im Kindergarten.

Die beiden Lehrkräfte Bodil Reinmann und Florian Birkenheyer haben die Veranstaltung gemeinsam organisiert: „Die Kinder sehen uns jeden Tag und wir erzählen immer viel. Da ist es erfrischender, wenn jemand in der Klasse ist und wirklich über seinen Berufsalltag erzählt“, sagt Birkenheyer.

Mehr als eine halbe Stunde lang erzählt Jan Breitenkamp Hansen von seinem Beruf und beantwortet die Fragen der Schülerinnen und Schüler. Bei denen scheint die Möglichkeit gut anzukommen, denn es gibt viele Fragen. Immer wieder gehen neue Arme nach oben, um mehr über Hansens Beruf zu erfahren.

Schülerinnen und Schüler freuen sich über die Möglichkeit

Das Interesse der Jugendlichen kommt nicht von ungefähr. Die 14-jährige Clara Bodeux macht sich bereits Gedanken über ihre Zukunft: „Wir sind ja auch bald in der neunten Klasse und sollen danach unseren Abschluss machen und unseren Weg dann wählen.“ Sie könnte sich vorstellen, später Lehrerin zu werden.

Ihr Klassenkamerad Frederic Wagener sieht es ähnlich wie Clara. Der 14-Jährige macht sich auch schon Gedanken über seine Zukunft: „Da kommen dann schon so Gedanken auf, was du in Zukunft machen wollen würdest, aber dann 100-prozentig zu wissen, was man machen möchte, ist, denke ich, selten.“

Der Schüler fand es aber hilfreich, Eindrücke von anderen zu sammeln, die bereits im Berufsleben stehen. Sein Kindheitstraum, dem er gerne nachgehen würde, ist, Handballer zu werden.

Die Lehrkräfte sind mit der Veranstaltung sehr zufrieden: „Die Vorträge waren sehr gut, wir müssen aber auch die Schülerinnen und Schüler loben, die gute Fragen gestellt haben und interessiert waren“, sagt Bodil Reinmann.

Die beiden Lehrkräfte Florian Birkenheyer und Bodil Reinmann sind zufrieden mit dem Verlauf des Tages.

Nach den beiden Vorträgen haben sich die Schülerinnen und Schüler erst mal eine ausgiebige Pause verdient.