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Versicherungskonflikt: Historisches Schiff in Gefahr

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Nis-Edwin List-Petersen
Nis-Edwin List-Petersen besucht sein geborgenes Schiff

Schiffseigner: Warum sank die Ebba Aaen? Ein Stromausfall führte zum Untergang. Jetzt kämpft ein Anwalt um den Erhalt des Schiffes.

Zusammenfassung

  • Der historische Holzkutter „Ebba Aaen" ist nach einem Stromausfall im Hafen von Apenrade gesunken.
  • Die Versicherung erkennt den rund 430.000 Kronen hohen Schaden nicht an und beruft sich auf Alter und Verschleiß des Schiffes.
  • Eigentümer Nis-Edwin List-Petersen hat eine Anwältin eingeschaltet, ein neues Alarmsystem installiert und hofft, das fast 95 Jahre alte Schiff als Ausflugsschiff zu erhalten.

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Es ist ein trister, grauer Novembertag. So grau wie die Brühe im Hafenbecken von Apenrade. Die Ebba Aaen liegt tief im Wasser: Man muss ein bisschen klettern, um an Bord zu gelangen. Dort riecht es nach Diesel und Öl. Der Boden ist rutschig.

„Eigentlich müsste man hier mit einem Dampfreiniger ran. Aber das dürfen wir nicht“, sagt Schiffseigner Nis-Edwin List-Petersen. Seine blaue Daunenjacke ist ölverschmiert. Er darf im Moment nichts am Schiff verändern, nichts wegwerfen und auch nichts reparieren oder reparieren lassen, sagt List-Petersen.

Junger Mann

• Hier fügen wir eine Aufzählung von Fakten ein
• Zwei wären schon gut
• Oder drei

Hintergrund: Die Versicherung will nicht für den Gesamtschaden in Höhe von etwa 430.000 Kronen aufkommen und hat die Police gekündigt. Das begründet sie List-Petersen zufolge damit, dass die Ebba Aaen seeuntauglich sei.

„Bislang haben sie nur die Bergung und den Transport des Schiffes in die Werft und zurück gezahlt“, sagt Nis-Edwin List-Petersen. Insgesamt rund 135.000 Kronen.

Außerdem stehe in der Police, dass die Versicherung nicht für Schäden aufkomme, die durch Alter, Verschleiß, Rost, Verrottung oder Ähnliches entstanden seien. „Bei einem so alten Schiff ist ja immer was. Aber das ist ja nicht der Grund für das Sinken.“

Rechtsbeistand soll helfen

Für Nis-Edwin List-Petersen ist klar, warum seine Ebba Aaen gesunken ist: Wegen eines Stromausfalls funktionierten die drei 220-Volt-Pumpen nicht, und die drei 24-Volt-Pumpen fielen aus, als die Batterien leer waren, weil sie nicht mehr durch den Landstrom geladen wurden. Das alte Holzschiff habe Wasser gezogen und sei daher schnell gesunken. Der Grund für den Stromausfall: unklar. „Es kann Vandalismus gewesen sein, das hatten wir ja schon mal. Oder technisches Versagen.“ Er hat jetzt eine Rechtsanwältin beauftragt, sich mit der Versicherung auseinanderzusetzen.

Etliches aussortiert und ein neuer Alarm

Die Ebba Aaen hat jetzt ein zusätzliches Alarmsystem an Bord. Sollte der Landstrom noch einmal ausfallen, wird ein Signal an insgesamt drei Telefone gesendet. Auch an das von Nis-Edwin List-Petersen. Viel mehr kann er im Moment nicht tun.

Bis auf die Tatsache, dass er und seine Helferinnen und Helfer ein bisschen Ordnung geschaffen haben an Bord. Dinge, die nicht mehr funktionieren, aber aufbewahrt werden müssen für die Versicherung: verrostetes Werkzeug, diverse Kanister, eine Pumpe und andere elektronische Geräte.

Außerdem hat er Motor und Getriebe der Ebba Aaen reinigen lassen, beides wäre sonst wegen des Salzwassers verrostet. Im Grunde könnte das Museumsschiff in See stechen, ist ihr Eigner überzeugt.

Ein Blick in den Maschinenraum des historischen Holzschiffs Foto: Simone Mischke

Viel mehr kann Nis-Edwin List-Petersen nicht tun. Die Ungewissheit macht ihm zu schaffen, sagt er. Aber: „Im Hier und Jetzt ist wichtig, dass das Schiff hier liegt und selbstständig oben schwimmt.“ Immerhin: Der Winter macht dem Schiff nichts aus. Sollte es frieren, gibt es Heizlüfter an Bord und im Maschinenraum, die die Temperatur über einem Grad halten.

Im kommenden Jahr wird die Ebba Aaen 95 Jahre alt. Der Wunsch ihres Eigners: „Sie soll als Ausflugsschiff erhalten bleiben.“