Handball

SønderjyskE-Trainer kritisiert Schiedsrichter scharf

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Peter Nielsen ärgerte sich auch über viele Fehler der Mannschaft.

Peter Nielsen hatte zum ersten Mal das Gefühl, dass die Schiedsrichter gegen seine Mannschaft pfiffen. Ein Schlussspurt brachte SønderjyskE noch einen Punkt.

Eine Minute vor Schluss lagen die SønderjyskE-Handballerinnen im Auswärtsspiel gegen Ringkøbing Håndbold noch mit zwei Toren hinten, doch mit einem Schlussspurt entführten sie noch ein 28:28-Unentschieden.

„Ich bin super zufrieden, dass wir noch einen Punkt mitgenommen haben, wenn man bedenkt, was heute alles gegen uns lief“, sagt Peter Nielsen zum „Nordschleswiger“.

Der SønderjyskE-Trainer richtete eine scharfe Kritik in Richtung Schiedsrichter Nichlas Nygaard und Jonas Primdahl sowie Schiedsrichter-Beobachter Jan Sabro.

Sarah Paulsen musste ins Krankenhaus

„Ich muss sagen, dass ich zum ersten Mal das Gefühl hatte, dass die Schiedsrichter direkt gegen uns waren“, so Peter Nielsen.

Fünf Zwei-Minuten-Strafen wurden gegen SønderjyskE verhängt, null gegen Ringkøbing.

„Den Schiedsrichtern ist es nicht gelungen, gegen Ringkøbing etwas zu finden“, sagt der SønderjyskE-Trainer kopfschüttelnd und regt sich in erster Linie über zwei Situationen auf, in denen Nationalspielerin Sarah Paulsen rüde angegangen wurde.

„Sarah musste in der ersten Halbzeit ausgewechselt und zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht werden. Zum Glück konnte sie im Mannschaftsbus die Heimreise antreten, aber zu den Aufgaben der Schiedsrichter gehört es, auf die Spielerinnen aufzupassen, aber das haben sie versäumt. Der erste Schubser von der Seite war schlimm, die zweite Situation noch schlimmer. Man kann diskutieren, ob das direkt Rot war, aber das war mindestens eine Zwei-Minuten-Strafe. Wir haben nicht einmal einen Freiwurf bekommen“, wundert sich Peter Nielsen.

Ausgleich kurz vor Spielende

Die SønderjyskE-Mannschaft hatte das Spiel in den ersten 20 Minuten im Griff, verschenkte danach aber die Führung.

„Wir haben uns plötzlich nicht mehr an Absprachen gehalten, neue Dinge erfunden und einen Fehler nach dem anderen gemacht. Wir lagen in der zweiten Halbzeit schon mit vier Toren hinten und hatten in der Phase Glück, dass der Gegner uns mit einigen technischen Fehlern wieder ins Spiel ließ“, so der SønderjyskE-Trainer.

Ringkøbing führte eine Minute vor Schluss noch mit 28:26, doch nach dem Anschlusstreffer von June Bøttger luchste Pernille Johannsen dem Gegner den Ball ab und traf per Tempogegenstoß zwölf Sekunden vor Schluss zum 28:28-Entstand.

Ida-Marie Dahl (8), Olivia Simonsen (4), Pernille Johannsen (3), Karine Dahlum (3), Sarah Paulsen (3), Virag Fazekas (2), Emma Laursen (2), Sidsel Mattesen (1), Lea Hansen (1) und June Bøttger (1) erzielten die Tore für SønderjyskE.