Handball

Pokal-Drama erst nach zweimaliger Verlängerung entschieden

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Lea Hansen holte kurz vor Ende der regulären Spielzeit einen Strafwurf heraus, den Sarah Paulsen zum Ausgleich verwandelte.

Die SønderjyskE-Handballerinnen standen gleich dreimal vor dem Aus, behielten aber die Nerven und sind ins Pokal-Viertelfinale eingezogen.

Das war nichts für schwache Nerven, als sich die Handballerinnen von SønderjyskE für das Pokal-Viertelfinale qualifizierten.

„Verdammt noch mal, das war hart, aber wir sind weiter“, stöhnte auch ein erleichterter SønderjyskE-Trainer Peter Nielsen.

Klare Führung verspielt

Erst nach zweimaliger Verlängerung haben sich die Hellblauen im Achtelfinale auswärts gegen den Ligarivalen Bjerringbro FH mit 42:41 durchgesetzt. Die SønderjyskE-Handballerinnen standen dabei dreimal vor dem Aus, konnten sich aber zweimal in eine Verlängerung retten und entschieden die zweite Verlängerung nach einem erneuten Rückstand für sich.

Nach einem echten Pokal-Drama hatte es zunächst nicht ausgesehen, denn die Gäste führten in der ersten Halbzeit bereits mit 17:12, doch Bjerringbro konnte zum 26:26 (52.) ausgleichen und ging in der Schlussminute in Führung. Sarah Paulsen schaffte sieben Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit per Siebenmeter den 32:32-Ausgleich und konnte erleichtert durchatmen, als Bjerringbro in letzter Sekunde nur den Pfosten traf.

In der Verlängerung wurde es noch dramatischer. Bjerringbro führte eine Minute vor Schluss noch mit 37:35 und hatte nach dem Anschlusstor von Olivia Simonsen Pech bei einem Pfostentreffer, als nur noch zehn Sekunden zu spielen waren. Sieben Sekunden später lag der Ball im eigenen Netz.

Erneuter Rückstand

Sofia Stenholt erzwang die zweite Verlängerung, und auch hier führte Bjerringbro, diesmal mit 41:40. Olivia Simonsen erzielte das Siegtor eine halbe Minute vor Schluss und konnte jubeln, als Torhüterin Julie Stokkendal Poulsen in letzter Sekunde den erneuten Ausgleich verhinderte.

„Wir haben über weite Strecken dominiert, aber jedes Mal schlechte Entscheidungen getroffen, wenn wir die Chance hatten, uns abzusetzen. Da haben wir ständig neue Fehler erfunden, aber großes Lob an die Spielerinnen, die über alle 80 Minuten gekämpft haben“, meint Peter Nielsen.

Sarah Paulsen (11/5), Sofia Stenholt (8), Olivia Simonsen (6), Karine Dahlum (5), Lea Hansen (3), Sherin Obadli (3), Line Uno (3), Sidsel Mattesen (2) und Pernille Johannsen (1) erzielten die Tore für SønderjyskE.