Handball

Ellebæk wird SønderjyskE bis nach Weihnachten fehlen

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Louise Ellebæk fehlte bereits in den entscheidenden Monaten der vergangenen Saison.

SønderjyskE hat für das Abwehrzentrum eine neue Handballerin aus Norwegen geholt, denn neben der langen Zwangspause für Louise Ellebæk verzögert sich auch die Rückkehr von Filippa Nyman. Zum Saisonauftakt gab es einen mühevollen Sieg im Pokal.

SønderjyskE Kvindehåndbold hat vier Tage vor dem Saisonstart in der Liga noch einmal seinen Kader ergänzt. Die norwegische Kreisläuferin und Abwehrspezialistin Sherin Obaidli (32), die lange Jahre für Molde HK in Norwegen sowie zuletzt für Gloria Buzau in Rumänien und IFK Skövde in Schweden spielte, ist für die laufende Saison unter Vertrag genommen worden.

Die SønderjyskE-Verantwortlichen haben somit auf die langwierigen Ausfälle von zwei Spielerinnen reagiert. Louise Ellebæk fehlte bereits in den entscheidenden Monaten der vergangenen Saison und wird wegen ihrer hartnäckigen Kniebeschwerden erst nach Weihnachten wieder zur Verfügung stehen. Filippa Nyman muss nach ihrem doppelten Schienbeinbruch im Oktober erneut operiert werden und fällt ebenfalls länger aus.

Abwehrzentrum dünn besetzt

„Ohne Ellebæk und Nyman sind wir im Abwehrzentrum ein wenig dünn besetzt. Wir haben den gesamten Sommer über Ausschau gehalten und haben jetzt das Geld ausgegeben, das wir durch den Verkauf einer Torhüterin noch zur Verfügung hatten“, sagt Sportchef und Trainer Peter Nielsen zum „Nordschleswiger“, nachdem er vor einigen Wochen die schwedische Nationaltorhüterin Sofie Börjeson in die Heimat ziehen lassen musste.

Noch ohne Neuzugang Sherin Obaidli haben die SønderjyskE-Handballerinnen ihr erstes Pflichtspiel der neuen Saison gewonnen. Die Hellblauen haben sich in der sechsten Runde des dänischen Pokal-Wettbewerbes gegen Erstdivisionär Søndermarkens IK in Viborg mit 30:27 durchgesetzt.

„Wir sind eine Runde weiter, aber sonst war alles recht fürchterlich“, meint der Trainer: „Wir haben einen unkonzentrierten Einsatz hingelegt, haben vorne viele Fehler gemacht, und die haben für Verunsicherung in der Abwehr gesorgt. Wir haben viele neue Spielerinnen, und zwar viele in neuen Rollen, und da gibt es noch viel Luft nach oben.“

Debüt für deutsche Nachwuchshoffnung

Der Erstdivisionär führte in der ersten Halbzeit mit 12:8. SønderjyskE konnte den Rückstand wieder wettmachen, mit einem 16:16 in die Halbzeitpause gehen und nach dem Seitenwechsel das Sieben-gegen-sechs-Spiel des Gegners bestrafen. Fünfmal warfen die Gäste den Ball ins leere Tor.

„Richtig spannend wurde es nicht mehr“, so Peter Nielsen, der in der Schlussphase einige junge Spielerinnen einsetzen konnte, darunter auch die Deutsche Kara Steffensen, die von der HSG Tarp-Wanderup gekommen ist und für die kommende Saison für die U19 von Rødekro-Aabenraa Håndbold vorgesehen ist.