Leserbrief

„Schluss mit Grundschleppnetzfischerei – aber wir setzen die Arbeit fort“

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Lebloser Boden in der Flensburger Förde (Archivfoto)

Im Leserbrief geht es Leif Curdes um das Verbot der Grundschleppnetzfischerei in der Flensburger Förde und die Bedeutung dieses Schrittes für den Schutz der Biodiversität. Zudem fordert er eine verstärkte deutsch-dänische Zusammenarbeit, um den Schutz der Förde weiter voranzutreiben.

Das dänische Ministerium für Umwelt und Gleichstellung teilt mit, dass Fischerei mit Grundschleppnetzen ab dem 1. Juli in einem Drittel der hiervon betroffenen dänischen Gewässer verboten ist – hierunter auch in der Flensburger Förde. Ein riesiger Sieg für die Biodiversität in diesem Stück Wasser, welches für unsere Kommune von großer Bedeutung ist.

Fischerei mit Grundschleppnetzen steht schon lange vor ernsthafter Kritik, da diese die wertvolle Biodiversität am Grund der Flensburger Förde zerstört. Es gab keinen Weg um dieses Verbot herum, und von der Besserung der Förde profitieren alle. Ich bin überglücklich darüber, den Einsatz der Regierung für die Biodiversität in der Kommune Sonderburg zu sehen.

Jetzt ist es jedoch wichtig, dass wir die Arbeit fortsetzen. Bis jetzt gab es von der anderen Seite des Wassers keine Aussage über ein konkretes Verbot von Fischerei mit Grundschleppnetzen. Jedoch haben wir in Nordschleswig das Glück, einen willigen Arbeitspartner südlich von der Grenze zu haben. Jetzt kann die deutsch-dänische Zusammenarbeit um unsere gemeinsame Förde Wirkung zeigen.

Obwohl seit 2018 von deutscher Seite keine Genehmigungen für Grundschleppnetzfischerei ausgestellt wurden, gibt es weiterhin kein aktives Verbot gegen diese. Das muss sich ändern. Wenn wir für unsere gemeinsame Förde zusammenarbeiten, können wir ihre Gesundheit aufrechterhalten, damit sie für die kommenden Generationen gesund und lebendig bleibt.

Leif Curdes, Stadtratskandidat für die Schleswigsche Partei in Sonderburg