Eishockey

Sønderjyske demütigt den Erzrivalen

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Angelo Miceli eröffnete den Torreigen.

Nur eines von sechs Aufeinandertreffen konnte in der vergangenen Saison gewonnen werden, doch im ersten Derby der neuen Saison fegten die Eishockeyspieler von Sønderjyske den Erzrivalen vom Eis.

Siege schmecken gegen Esbjerg immer gut, deutliche Siege noch besser. Die Eishockeyspieler von Sønderjyske haben den Erzrivalen auf fremdem Eis mit 6:2 gedemütigt und sind nur zwei Tage nach der knappen 2:3-Niederlage im Spitzenspiel gegen die Herlev Eagles wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt.

„Wir haben Abgeklärtheit vor dem Tor gefordert, und die haben wir bekommen. Wir waren stark am Puck und haben gute Entschlüsse gefasst“, sagt Sønderjyske-Trainer Casper Stockfisch zum „Nordschleswiger“.

Schrecksekunde überstanden

Sønderjyske musste gleich in der ersten Minute eine Schrecksekunde überstehen, als ein frühes Esbjerg-Tor zu Recht wegen zu hohen Stocks aberkannt wurde, doch danach konnten die Gäste überzeugen.

Die Hellblauen standen zwar zwischen dem ersten und zweiten Tor unter Druck, hatten aber in Torwart Thomas Lillie einen soliden Rückhalt, der sich für seine beiden Aussetzer im Heimspiel gegen Odense revanchieren konnte.

Sønderjyske führte bis zwei Sekunden vor Ende des Anfangsdrittels 3:0, kassierte aber kurz vor und kurz nach dem ersten Seitenwechsel einen Gegentreffer, doch spannend wurde es nicht.

Kalte Dusche wurde zum Kickstart

„Das 2:3 war natürlich eine kalte Dusche, aber auch ein Kickstart für uns. Wir haben die Initiative ergriffen und das Spiel kontrolliert. Esbjerg hatte zwar auch Chancen, aber unsere Defensive war solide und unser Torwart stark. Und zudem war auf unser Powerplay Verlass“, so Stockfisch.

Der Sønderjyske-Trainer freute sich über die drei Punkte, aber auch über die Einstellung seiner Mannschaft.

„Wenn ich sehe, dass ein Victor (Schmidt Nielsen, d. Red.) bei einer komfortablen 6:2-Führung mit den Knien voran in die Schussbahn rutscht, um den Puck abzublocken, dann spricht das für die Bereitschaft, sich für das Team aufzuopfern“, lobt Stockfisch, dessen Schützlinge bereits am Sonntag ab 15 Uhr Rekordmeister Herning empfangen – das vierte Spiel innerhalb von sieben Tagen!

Esbjerg Energy - Sønderjyske (1:3,1:1,0:2) 2:6

0:1 Angelo Miceli (3:29/Ass.: Rasmus Lyø), 0:2 Nikolaj Krag-Christensen (13:14/Ass.: Joseph Jonsson), 0:3 Gustav Nielsen (17:42/Ass.: Nicolas Werbik), 1:3 Miku Ronkainen (19:58), 2:3 Grayson Downing (23:12), 2:4 Nikolaj Krag-Christensen (39:45/Ass.: Joseph Jonsson/5 gegen 3), 2:5 Nicolas Werbik (42:02/Ass.: Victor Schmidt Nielsen), 2:6 Nicolas Werbik (48:48/Ass.: Angelo Miceli/5 gegen 4).

Zeitstrafen: Esbjerg 5x2 – Sønderjyske 2x2 Minuten. Schiedsrichter: Martin Theiltoft Christensen/René Jensen. Zuschauer: 2.452.